Landwirtschaft 4.0: So gelingt ressourcenschonendes Wirtschaften

26. Januar 2017

Digitale Technologien können die alltägliche Arbeit erheblich erleichtern, Prozesse optimieren und Kosten senken. Ein ganz konkretes Beispiel kommt aus der Landwirtschaft, die in vielen Bereichen bereits vollständig auf digitale Lösungen setzt. Business-Entscheider erfahren hier, wie sich ressourcenschonendes Wirtschaften der „Landwirtschaft 4.0“ auch auf den Unternehmensalltag übertragen lässt.

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Wetter-Apps und andere Datenanalysen optimieren Aussaat und Ernte, digitalisierte Düngeverfahren ermöglichen eine pflanzen- und umweltgerechtere Bewirtschaftung der Felder und Sensortechnik kann zukünftig einen wesentlichen Beitrag zum Tierwohl leisten.

Weit über ein Drittel der deutschen Landwirte setzt bereits auf solche und ähnliche digitale Lösungen für die alltägliche Arbeit.

Das geht nun aus einer Umfrage des Deutschen Bauernverbands in Kooperation mit dem Digitalverband Bitkom hervor.

Transparenz und Ressourcenoptimierung stehen im Vordergrund

Die Umfrage hat einen besonderen Hintergrund: Das zentrale Thema war es herauszufinden, wie der Herstellungsprozess der Produkte transparenter gestaltet werden kann und wie sich dies auf das Vertrauen des Verbrauchers auswirkt. Zusätzlich sollte hervorgehoben werden, wie digitale Lösungen zur Ressourcenoptimierung beitragen können.

„Mit Smart-Farming-Technologien lässt sich die Landwirtschaft heute transparenter machen. So kann der Verbraucher genau verfolgen, wo die Kartoffel auf dem Teller herkommt, aus welchem Saatgut und mit welchem Dünger sie entstanden ist. Er kommt dadurch wieder näher ans Produkt und den Produzenten“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Dieser Ansatz lässt sich beispielsweise auch auf den Handel und die Industrie übertragen. Um die Digitalisierung jedoch in allen Branchen voranzutreiben, müssen diese vier Herausforderungen bewältigt werden:

✔ Netzausbau: Moderne digitale Systeme und Software können helfen, Kosten einzusparen, weniger Ressourcen einzusetzen und gegenüber Verbrauchern Transparenz zu erzeugen. Ihr Einsatz erfordert jedoch einen leistungsstarken Internetzugang. Dies kann gerade im ländlichen Raum zum Problem werden.

✔ Kostenfreie Geodaten: Viele digitale Lösungen benötigen aktuelle und präzise Geodaten, die aktuell bereits von diversen Unternehmen und auch vom Staat erhoben werden. Die Nutzer solcher Systeme sind darauf angewiesen, dass diese in einem einheitlichen, maschinenlesbaren und offenen Datenformat kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

✔ Transparenz: Digitale Lösungen sollten so konzipiert sein, dass sie sämtliche Produktions- und Lieferketten jederzeit transparent darstellen können. Dies steigert das Vertrauen des Verbrauchers – und spielt für Unternehmen in punkto Ressourcenoptimierung eine zentrale Rolle.

✔ Innovationsförderung: Die Entwicklung innovativer Lösungen benötigt die gezielte Unterstützung neuer Ideen, etwa durch die Förderung von Start-ups und die Vereinfachung des Marktzugangs.

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Quelle Titelbild: iStock via Evernine

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