Verdrängen digitale Geschäftsmodelle traditionelle Stromversorger?

8. Februar 2017

Die Digitale Transformation greift vermehrt auch in die etablierten Geschäftsmodelle von Stromversorgern ein – das geht zumindest aus einer aktuellen Studie hervor. CANCOM.info fasst die Hintergründe für Business-Entscheider zusammen.

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Einige traditionelle Stromversorger nutzen seit langer Zeit ein eher unflexibles und intransparentes Geschäftsmodell – das geht zumindest aus einer aktuellen Studie des Branchenverbands Bitkom hervor. Unternehmenskunden wie Privathaushalte haben demnach selten den genauen Überblick über ihre aktuellen Kosten und können meist nur einmal im Jahr eine Bilanz zur Energieeffizienz ziehen.

Das könnte sich bald ändern: Rund die Hälfte der Befragten würden bereits aktuell vermehrt auf Angebote von Internet-Stromanbietern eingehen. Selbst im höheren Alter (ab 65) ist noch knapp ein Fünftel der Kunden gegenüber einem transparenteren Angebot eines Online-Stromversorgers aufgeschlossen.


Ein paar Gründe, die für digitale Stromversorger sprechen:

✔ Deren Angebote sind meist günstiger
✔ Sie bieten häufig flexible Vertragslaufzeiten
✔ Kunden können teilweise tagesaktuell ihre Stromkosten einsehen


Stromversorger – mehr Transparenz wird nachgefragt

Die Digitalisierung vieler Branchen, unter anderem auch der Stromanbieter, führt laut Bitkom-Studie dazu, dass völlig neue Angebote für Kunden und somit auch moderne Geschäftsmodelle für die Anbieter möglich werden. Zu nennen seien hier etwa flexible Stromtarife, bei denen der Preis immer aktuell nach Angebot und Nachfrage variiere.

Strom ist heute vor allem Vertrauenssache. Es zeichnet sich jedoch ab, dass der Markt künftig stärker in Bewegung gerät“, sagt Bitkom-Vizepräsident Ulrich Dietz.

Hierbei sind auf der einen Seite Endgeräte zu nennen, die Endverbrauchern und Unternehmenskunden gleichermaßen angeboten werden – beispielsweise intelligente Stromzähler und smarte Elektrogeräte, die ihren Verbrauch automatisiert anpassen.

Doch auch für die Anbieter selbst liefert die Digitalisierung der Energienetze neue Chancen, um den Strommarkt langfristig effizienter und ökologischer zu gestalten. Spitzenauslastung in Ballungszentren sowie eine tagesaktuelle Effizienzsteigerung in ländlichen Regionen sind hierbei nur zwei Optionen, die auch Bitkom in Aussicht stellt.

Eine wichtige Voraussetzung: Anbieter und Verbraucher müssen auf ein Netzwerk zugreifen, dass jederzeit und an jedem Ort aktuelle Werte anzeigt, analysiert und Handlungsempfehlungen ausspricht. Moderne Big Data Lösungen können das leisten. Gerade traditionelle Stromanbieter sollten hier jedoch oftmals noch offener gegenüber digitalen Lösungen sein. Weitere Informationen zu Big Data finden Sie auch hier.

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