26. September 2013 | pArtikel drucken | kKommentieren
Das Internet der Dinge

Auch das Auto hat eine Internet-Adresse


Im Jahr 2015 sollen rund sieben Exabytes (sieben Milliarden Gigabytes) allein durch die mobilen Netze fließen. Diese gigantische Übertragungsmenge wird sich pro Jahr verdoppeln oder verdreifachen. Der rasante Anstieg ist aber nicht allein auf das mobile Internet mit Youtube und Facebook zurückzuführen – auch das Internet der Dinge wird maßgeblich dazu beitragen.

Schon heute sind 10 Milliarden „Dinge“ über Mobilfunknetze miteinander verbunden, so eco. – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. Hunderte Millionen dieser „mobile“-Objekte seien beispielsweise in Navigationssystemen, in Automobilen, Logistik-Flotten, Smart Meters und in sonstigen Maschinen verbaut – als Bestandteile der M2M (Machine-to-Machine)-Welt. Ihr Wachstum in den kommenden Jahren und die Trends beschreibt die Vodafone-Studie „M2M Adaption Barometer 2013“, derzufolge die Hälfte der weltweit 327 befragten Unternehmen aus fünf Schlüsselindustrien 2015 M2M-Anwendungen einsetzen will. Heute seien es nur 12 Prozent.

Zu verdanken sei das Wachstum in erster Linie den sinkenden Kosten für M2M-Komponenten: Hardware, Software und Datenverbindungen. Außerdem versprechen sich laut der Untersuchung vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen mehr Flexibilität von M2M. Sie sollen laut der Studie bis 2015 die Großkonzerne beim Einsatz entsprechender Technologien überholt haben. Das größte Wachstum bei M2M-Anwendung sagt die Untersuchung den Bereichen Fertigung und Unterhaltungselektronik voraus.

Internet of Everything

Internet of Everything

Unternehmen, die mit dem Einsatz von M2M-Kommunikation schon Erfahrungen sammelten, berichten laut Vodafone von Kostensenkungen, gesteigerter Effizienz, erhöhter Flexibilität und verbessertem Kundenservice. Mit 19 Prozent am höchsten sei der aktuelle Einsatz in der Automobilbranche – durch die wachsende Zahl vernetzter Fahrzeuge. Ein Beispiel: Der Ford Focus mit Elektroantrieb generiert per Sensoren im Fahrbetrieb und auch beim Parken permanent Daten. Während der Fahrt erhält der Fahrer ständig aktuelle Informationen zu Beschleunigung, Bremsen, Akkuladung und Standort. Diese fließen auch an die Ingenieure bei Ford zurück. Sie können nun daraus Rückschlüsse auf die Fahrgewohnheiten des Kunden ziehen, beispielsweise wie, wann und wo die Akkus aufgeladen werden.

Beim Parken sendet das Fahrzeug weiterhin Daten, etwa zum Reifendruck und zum Akkusystem. Damit ergeben sich ganz neue Möglichkeiten der Interaktion: Fahrer verfügen über sekundengenaue Informationen zu ihrem Fahrzeug, und Ingenieure können die Informationen zum Fahrverhalten der Kunden nutzen, um Produktverbesserungen zu entwickeln. Darüber hinaus erhalten Stromversorger und andere Anbieter Fahrdaten zu Millionen von gefahrenen Kilometern und können auf dieser Basis entscheiden, wo neue Ladestationen gebaut werden sollen und wie die Stromnetze vor Überlastung geschützt werden können.

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Hier schreibt Heide Witte für Sie

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