29. Oktober 2013 | pArtikel drucken | kKommentieren
Trotz so mancher Kritik

Unternehmen bleiben bei Microsoft Office

Microsoft steht mit seiner Office-Suite seit rund 20 Jahren unangefochten an der Spitze des Markts. Besonders treu sind dabei die Unternehmenskunden: Obwohl sie ihre Investitionen immer wieder auf den Prüfstand stellen, konnten Konkurrenten wie Open Office oder neuerdings Cloud-Angebote wie Google Docs bisher kaum Boden gutmachen. Nun steht der Umstiegs auf Office 2013 bevor, und das Analystenhaus Forrester hat 155 IT-Entscheider befragt, ob sie Microsoft weiter treu bleiben oder den Wechsel erwägen.

Cloud gewinnt derzeit bei E-Mail an Bedeutung

Autor Phillip Karcher, Analyst bei Forrester

Autor Phillip Karcher, Analyst bei Forrester

Zu den wichtigsten Erkenntnissen der Forrester-Studie „Office 2013 And Productivity Suite Alternatives“ gehört das wachsende Interesse an Cloud-Themen. Laut dem Autor Philipp Karcher betrifft das aktuell vor allem den Bereich E-Mail. Demnach nutzen ein Fünftel der Unternehmen aktuell Office 365 oder Google Apps für E-Mail, ein weiteres Viertel plant den Einsatz von gehosteten Diensten. Immerhin 48 Prozent gaben an, dass sie keinerlei Pläne für eine Auslagerung zu einem externen Anbieter hegten. Auch bedeutet ein Bezug von Cloud-Diensten nicht, dass die Kunden einen kompletten Wechsel vollziehen. Die Hälfte der Cloud-E-Mail-Nennungen findet in Kombination mit On-premises-Lösungen – also als Hybrid – statt.

Mehrheit nutzt Office 2010, OpenOffice verliert Anteile

Office-2010-dominiert-nach-wie-vor-in-den-Unternehmen

„Welche Office-Prosuktivitätssuiten kommen in Ihrem Unternehmen zum Einsatz?“

Noch kommt in den befragten Unternehmen zum überwiegenden Teil Office 2010 als Office-Produktivitäts-Suite zum Einsatz. Mit einem Anteil von 85 Prozent (Mehrfachnennungen möglich) führt es vor Office 2007 (51 Prozent) und Office 2003 und älter (28 Prozent). Office 2013 wird aktuell erst 22 Prozent eingesetzt und verbreitet sich laut Forrester deutlich langsamer als die Vorgängerversion. Immerhin ein Viertel plant die Einführung von Office 2013 im Lauf des nächsten Jahres. Erst auf den hinteren Plätzen tauchen die Suiten der Konkurrenz auf – mit dem neuen „Oppositionsführer“ Google Docs, der auf 13 Prozent Einsatzquote kommt.

Düster sieht es hingegen bei den langjährigen Open-Source- Rivalen Open Office und LibreOffice aus. Diese haben seit der letzten Befragung 2011 stark an Bedeutung verloren und sind von 13 Prozent auf fünf Prozent abgesackt. Allerdings weist Karcher darauf hin, dass die Open Office-Derivate in Europa eine größere Verbreitung genießen. Sehr geringes Interesse besteht offenbar an IBM Docs sowie an dem einstigen Office-Pionier Corel WordPerfect Office.

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Übersicht dieses Artikels:
  1. SEITE 1: Cloud gewinnt derzeit bei E-Mail an Bedeutung
  2. SEITE 2: Geringe Mehrwerte für Office 2013

Hier schreibt Wolfgang Miedl für Sie

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