18. Oktober 2013 | pArtikel drucken | kKommentieren

Windows 8.1: Neue Features für Skydrive

Microsofts kostenloser Cloud-Speicher Skydrive erhält mit Windows 8.1 einige neue Funktionen. So verbessert die engere Integration in das Betriebssystem den Bedienkomfort, während Smart Files dabei helfen, den Speicherplatzbedarf von synchronisierten Dateien auf Tablets und Laptops auf ein Minimum zu reduzieren.

Erstmals gehört Skydrive in Windows 8.1 zu den integrierten Systemfunktionen und muss nicht mehr als separate App installiert werden. Gut sichtbar präsentiert sich das blaue Wolkensymbol jetzt als eigenständiges Element in der linken Explorer-Navigationsleiste. Auch die erweiterten Konfigurationsmöglichkeiten wurden an einer neuen Stelle zusammengelegt – nämlich unter der Kacheloberfläche. Zu finden sind sie über die Charms-Leiste, ‚Einstellungen‘, ‚PC-Einstellungen ändern‘ im Menü ‚Skydrive‘.

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Microsoft hat Skydrive nun voll in Windows 8.1 integriert

Hier präsentieren sich eine Reihe von Einstellungen wie etwa die Speicherverwaltung, in der die Anwender bei Bedarf auch mehr Volumen dazukaufen können. Als Maximalausbau bietet Microsoft inzwischen eine 200 GB Erweiterung zu den kostenlosen sieben GB an, zum Preis von 74 Euro pro Jahr. Ebenfalls an dieser Stelle zu finden sind jetzt auch Sychronisations-Optionen wie der Abgleich diverser Systemeinstellungen zwischen mehreren Windows 8.1-Geräten eines Benutzers.

Smart Files ermöglichen selektive Synchronisation

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Smart Files: Mit der Option „Offline verfügbar machen“ entscheidet der Benutzer, ob Dateien auch lokal synchronisiert werden

Die wohl interessanteste neue Skydrive-Funktion heißt Smart Files. Smart Files sorgt dafür, dass Skydrive-Dateien zum überwiegenden Teil in der Cloud bleiben und nicht wie bisher komplett auf jeden Client heruntergeladen werden. Auf das Endgerät gelangen sie nur dann, wenn der Benutzer oder eine Anwendung den Download explizit anfordert. Das Neuartige dabei ist, dass der Anwender davon nichts mitbekommt. Für ihn sehen Smart Files wie normale Dateien aus, inklusive der Größenangabe und den Metadaten. Selbst Bilder enthalten die üblichen Vorschausymbole. Damit werden Inhalte von Smart-File-Dokumenten auch über die Bing-Desktopsuche gefunden. Um zu erkennen, ob es sich um eine Online- oder eine lokale Dateien handelt, erhielt der Explorer die neue Spalte „Verfügbarkeit“ mit den beiden möglichen Kennzeichnungen „Nur Online“ oder „Offline verfügbar“.

Wer für das Arbeiten unterwegs bestimmte Dateien und Ordner dauerhaft lokal benötigt, kann über das Explorer-Kontextmenü die Synchronisation dauerhaft erzwingen – mit dem neuen Befehl „Offline verfügbar machen“. Smart Files erleichtert vor allem die Arbeit auf Endgeräten mit geringem Speicher wie dem Surface 2. Wer hier das 32 GB-Modell besitzt, kann ab Windows 8.1 trotzdem die vollen 200 GB Skydrive-Speicher nutzen.

 

Tipp: Skydrive-Ordner auf Laufwerk D: verschieben

Übrigens lässt sich auch in Windows 8.1 der lokale Skydrive-Ordner an einen individuellen Platz verschieben. Wer beispielsweise beim Surface seine Skydrive-Daten auf die externe SD-Karte verlagern möchte, muss nur im Explorer mit der rechten Maustaste auf den Skydrive-Ordner klicken, und dann auf Eigenschaften und Pfad gehen. Hier einfach das gewünschte Download-Ziel wie etwa D:/Skydrive angeben, und schon wird der knappe Festplattenspeicher nicht mehr mit den Dateien aus der Cloud belegt.

Hier schreibt Wolfgang Miedl für Sie

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