27. November 2013 | pArtikel drucken | kKommentieren

Banking-Trojaner kann auch spekulieren

Laut Antiviren-Hersteller Kaspersky Lab nehmen die Angriffe des gefährlichen Banking-Trojaner „Neverquest“ derzeit zu. Er habe bereits weltweit tausende Computer attackiert, die für Online-Banking genutzt werden.

Auf der Angriffsliste des Trojaners, der sich selbst replizieren kann, stehen Banken – darunter auch deutsche – und Online-Bezahldienste. Neverquest kenne viele Tricks, um Sicherheitssysteme beim Online-Banking zu umgehen, beispielsweise Web Injection, System-Zugang per Fernzugriff oder Social Engineering.

Der Trojaner stehle Nutzernamen und Passwörter von Bankkonten sowie Daten, die von Anwendern auf manipulierten Webseiten von Banken eingegeben werden. Spezielle Skripte für die Browser Internet Explorer und Firefox ermöglichen den Datendiebstahl, indem sie dem Schädling Kontrolle über die Browser-Verbindung mit den Steuerungs-Servern der Cyberkriminellen ermöglichen.

Nach dem Zugriff auf ein Benutzerkonto eines Online-Banking-Systems transferieren die Cyberkriminellen dann das Geld der Opfer auf eigene Konten.

Das Hauptziel von „Neverquest“ scheine bisher eine Plattform für die Verwaltung von Investmentfonds zu sein. Erlangen die Cyberkriminellen Zugang zu den gehackten Accounts, können sie auch an der Börse spekulieren – und zwar mit den Accounts und dem Geld der „Neverquest“-Opfer.

Schutz vor Banking-Trojanern bieten laut Kaspersky Antivirus-Programme, die zusätzliche Funktionen für den sicheren Zahlungsverkehr enthalten.

Hier schreibt Heide Witte für Sie

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