27. November 2013 | pArtikel drucken | kKommentieren

Collaboration: Face-to-Face bleibt wichtig

Skype, Yammer, Webex, Lync – die Liste der digitalen Kollaborations-Anwendungen ließe sich beliebig verlängern. Kommunikations-Tools und Soziale Netzwerke ermöglichen heute im geschäftlichen wie privaten Umfeld beinahe grenzenlose Interaktionsmöglichkeiten über große Entfernungen hinweg. Doch nach wie vor ist der Wunsch nach direktem persönlichen Kontakt in allen Altersgruppen stark ausgeprägt, wie eine aktuelle Studie belegt.

Seit der beginnenden Ausbreitung des Internet ab Mitte der 90er Jahre hat die IT-Industrie ständig neue Werkzeuge für die Kommunikation und die Online-Zusammenarbeit entwickelt. Während anfangs E-Mail und Chat die Menschen über große Distanzen hinweg näher brachten, weiteten in den letzten zehn Jahren Trends wie Web 2.0, Smartphones und Video-Conferencing die Online-Präsenz auf alle privaten und beruflichen Lebenssituationen aus.

Gerneration Y bevorzugt Face-to-Face-Kommunikation

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72 Prozent der Angestellten bevorzugen eine direkte persönliche Zusammenarbeit gegenüber einer virtuellen Online-Collaboration

Man möchte annehmen, dass vor allem die junge Generation, die damit aufwächst, wie im Schlaf mit diesen Anwendungen umgeht und deshalb auch zu einem hohen Grad die virtuelle Interaktion bevorzugt. Doch eine neue Studie widerspricht dieser Vorstellung. Die vom Softwarehersteller Cornerstone in den USA durchgeführte Umfrage fand heraus, dass 60 Prozent der „Millennials“, also jener zwischen 1980 und 2000 geborenen ‚Generation Y‘, bei der Zusammenarbeit den direkten, persönlichen Kontakt mit den Kollegen bevorzugen, über alle Altersgruppen hinweg waren es 72 Prozent. Demgegenüber ziehen 34 Prozent der Millennials und 23 Prozent aller Befragten die Online-Zusammenarbeit vor.

Yahoo schränkt Home-Office-Nutzung ein

Dieses Ergebnis scheint auch Managern wie der Yahoo-Chefin Marissa Mayer Recht zu geben, die vor einigen Monaten mit einer neuen Richtlinie für Aufsehen sorgte. Die Yahoo-Mitarbeiter, so Mayer, sollten weniger im Home-Office und mehr im Unternehmen arbeiten. Sie begründete die neue Direktive mit einem Beispiel: „Unsere neue Yahoo-Wetter-App wäre nicht entwickelt worden, wenn sich nicht zwei Kollegen in der Firma zufällig über den Weg gelaufen wären.“

Fehlende Tools und Differenzierung nach Aufgaben

Die Autoren der Studie suchten nach Gründen für dieses etwas überraschende Ergebnis und stellten dabei fest, dass zum einen in vielen Firmen die geeigneten Tools fehlten, um anwendergerechte Formen der Online-Zusammenarbeit zu realisieren. Ein weiterer zu berücksichtigender Punkt sei, dass mediale Kommunikation sich nicht für alle Arten von Teamarbeit eigne. So sei die Akzeptanz zwar bei Routineaufgaben und nicht-individueller Aufgabenkoordinierung hoch, doch bei komplexen, kreativen und persönlichkeitsorientierten Arbeiten sei die „Face-to-Face“-Kommunikation besser geeignet.

Für Unternehmen lautet das Fazit, dass sie bei der Entwicklung einer Kollaborationsstrategie einen zweistrangigen Ansatz verfolgen sollten: Einerseits auf moderne, einfach zu bedienende Collaboration-Tools setzen, und andererseits nicht die vermeintlich altmodisch wirkende direkte, persönliche Kommunikation vergessen.

Bilder: Cornerstone

 

Hier schreibt Wolfgang Miedl für Sie

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