12. November 2013 | pArtikel drucken | kKommentieren
Der Countdown läuft

Microsoft schickt Windows XP in Rente

Nach fast 13 Jahren stellt Microsoft zum 08. April 2014 den Support für das alternde Betriebssystem Windows XP ein. Das Support-Ende bedeutet, dass keine Sicherheitsupdates, Hotfixes, Support sowie technische Ressourcen erhältlich sein werden. Wenn Unternehmen nach diesem Zeitpunkt weiterhin Windows XP nutzen, könnten daraus ernst zunehmende Gefahren resultieren.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass bereits nach dem Erscheinen des Service Pack 3 für Windows XP die Häufigkeit der Angriffe auf noch nicht aktualisierte Geräte sprunghaft um 66 Prozent angestiegen ist. Das belegt der aktuelle Sicherheitsreport des Unternehmens. Es ist davon auszugehen, dass das Support-Ende von Windows XP die Angriffe dramatisch steigen lassen wird.

Was bedeutet das Support-Ende für Ihr Unternehmen?

Ohne die wichtigen Sicherheitsupdates sind PCs und Geschäftsdaten möglicherweise durch Viren, Spyware und andere Schadsoftware gefährdet. Auch Anti-Viren-Software wird keinen umfassenden Schutz mehr bieten, sobald der Support für Windows XP eingestellt wird. Das kann in der Folge möglicherweise auch zu einer mangelhaften Bewertung der Systemausfallüberwachung durch eine interne oder externe Prüfungsstelle zur Folge haben, die wiederum zur Aberkennung von Zertifikaten führen könnte.

Infektionsraten nach Operationssystemen / Servicepacks. Quelle: Microsoft Sicherheitsreport 2013

Ein löchriges Betriebssystem sollte man nur noch mit großer Vorsicht benutzen. Selbst wenn ausschließlich vertrauenswürdige Websiten besucht werden, kann der PC mit Schadcode infiziert werden. Cyber-Kriminelle manipulieren hierbei Anzeigenserver, um die Werbung als Transportmittel für Schädlinge zu nutzen.

Warum stellt Microsoft den Support von Windows XP ein?

Gemäß den Produktlebenszyklen-Richtlinien von Microsoft bieten Unternehmensprodukte mindestens zehn Jahre Support (fünf Jahre Mainstreamsupport und fünf Jahre Extended Support). Verübeln kann man Microsoft das Einstellen des Supports also nicht, immerhin haben die Redmonder das Betriebssystem dann über 13 Jahre lang unterstützt. Ein erheblicher Grund hierfür war auch die Unzufriedenheit mit dem Nachfolger Windows Vista. Als Vergleich: Der Support-Zeitraum von Windows 95 beschränkte sich nur auf sieben Jahre.

Support-Ende als Chance für Microsoft?

Laut Statcounter liegt Windows XP aktuell auf Platz zwei der meistverwendeten Betriebssysteme. Es ist eine gute Chance, die Benutzer des veralteten Betriebssystems mithilfe von günstigen Updates für einen Umstieg auf Windows 8 zu gewinnen.

Windows XP liegt aktuell auf Platz zwei der meistverwendeten Betriebssysteme.

 

 

 

 

 

Updatemöglichkeiten für Windows XP

Der Support für Vista endet bereits in drei Jahren. Es ist daher empfehlenswert, sich bei einem Update mindestens für Windows 7 zu entscheiden. Der Support ist hierbei bis 2020 geplant.
Am zukunftssichersten – und auch günstigsten – ist der Umstieg auf Windows 8. Bis Ende Januar 2013 bekommt man das Upgrade als Download-Version für günstige 30 Euro. Upgrade-berechtigt sind alle Versionen ab XP. Falls Unternehmen noch nicht mit der Migration begonnen haben, ist es jetzt an der Zeit, sich umgehend mit der Planung der Migration auseinanderzusetzen.

Hier schreibt Alexander Hoffmann für Sie

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