19. November 2013 | pArtikel drucken | kKommentieren

Vectoring: Telekom gibt Vollgas

Die Telekom hat nun in den ersten zehn Ortsnetzen Vectoring-Netze in Betrieb genommen. Die schnelleren VDSL-Netze sollen maximal 100 Mbit/s Downstream und 40Mbit/s Upstream liefern. Für 2014 ist geplant, das Vectoring in vielen Städten zu etablieren.

Die Ortsnetze Albstadt-Ebingen, Bad Nenndorf, Henningsdorf, Hosenfeld, Kalbach, Kevelaer, Löhne, Lübbecke, Neuhof-Hauswurz und Prenzlau sind die ersten, die von dem neuen VDSL-Anschluss profitieren werden. Aktuell ist der Downstream hier jedoch noch auf 50Mbit/s beschränkt, dies aber soll sich laut Telekom in der zweiten Jahreshälfte 2014 ändern, sodass die vollen 100Mbit/s an Downstream genutzt werden können.

Weitere 45 Ortsnetze mit fast einer Million Haushalte sollen bis März 2014 auch Vectoring-Möglichkeiten bekommen. Der Plan sieht für Ende 2014 vor, bis zu 100 weitere Ortsnetze mit VDSL zu versehen. VDSL wäre somit für mehr als drei Millionen Haushalte verfügbar.

Drei Schritte zum schnellen Internet

Die Telekom will bis Ende 2016 die Zahl ihrer VDSL-Anschlüsse von 12 auf 24 Millionen verdoppeln. Um das schnelle Internet zu realisieren, sind drei Schritte notwendig: Zunächst wird auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Multifunktionsgehäuse (MFG, Verteilerkasten) das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt.

Die MFG werden so über das Ausbaugebiet verteilt, dass die Entfernung zwischen Kunde und MFG möglichst gering ist.  Im MFG wird das Signal vom Glasfaserkabel dann an eine Kupferleitung übergeben, die zum Kunden führt und auf der Vectoring-Technik zum Einsatz kommt: Sie macht den Daten Beine, denn sie beseitigt die elektromagnetischen Störsignale, die es zwischen Kupferleitungen gibt. Dadurch sei mehr Tempo beim Herauf- und Herunterladen möglich.

Quelle Bild: Grey59 / Pixelio

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