21. November 2013 | pArtikel drucken | kKommentieren
Alarmsignal für Unternehmensvorstände

Vertrauen der Mitarbeiter in die IT ist ausbaufähig

Leitende Angestellte und Vorstände haben wenig Vertrauen in die Fähigkeit ihres Unternehmens, wenn es darum geht, wichtige IT-Anforderungen zu erfüllen. Das ist ein Ergebnis einer weltweiten Studie, die das britische Marktforschungsinstitut Vanson Bourne im Auftrag von EMC durchgeführt hat.

Für die Analyse „Global IT Trust Curve“ wurden 3200 Interviews in 16 Ländern und zehn Branchen geführt. Dabei zählten zu den abgefragten IT-Anforderungen im Unternehmen die Kriterien: kontinuierliche Verfügbarkeit, fortschrittliche Sicherheitssysteme sowie integrierte Backup- und Recovery-Lösungen.

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Irina Simmons, Chief Risk Officer bei EMC.

Weit verbreitet sind laut der Umfrage ungeplante Ausfallzeiten, Sicherheitslecks und Datenverluste. Die vier meistgenannten Konsequenzen aus den Vorfällen waren in Deutschland in 40 Prozent der Fälle Umsatzverluste, in 34 Prozent Produktivitätsverluste, in 31 Prozent Rückgang von Kundenvertrauen und -loyalität sowie in 26 Prozent Verlust von Aufträgen an einen Wettbewerber.

Den durchschnittlichen Verlust hierzulande beziffert die Studie mit 673 553 US-Dollar.

Auffällig sind auch die Unterschiede, wie IT- und Geschäftsverantwortliche Verbesserungen in der IT wahrnehmen: Weltweit denken 70 Prozent der IT-Entscheider, dass die IT-Abteilung der Motivationstreiber für künftige belastbare und sichere IT-Infrastrukturen ist.

IT und Business muss besser kommunizieren

Die Zustimmung zu dieser Frage beläuft sich unter den Business-Entscheidern auf nur 50 Prozent. In Deutschland sei der Unterschied noch augenfälliger. Hier liegen die Werte bei 78 Prozent unter den IT-Entscheidern und 42 Prozent unter den Business-Verantwortlichen.

In den Ergebnissen spiegeln sich auch die Vertrauensverluste wieder, die durch die jüngsten Abhörskandale verursacht wurden. Der Vertrauensmangel sei nicht nur Alarmzeichen, sondern auch „Zeichen der Zeit“. Er sei ein „Weckruf für Unternehmensvorstände, die notwendigen Investitionen zu tätigen“, sagt Christian Christiansen, Program Vice President von IDCs Security Products and Services Group zu tätigen.

„Die meisten IT-Fachleute tun, was immer in ihrer Macht steht, um das Unternehmen zu schützen. Probleme können insbesondere in der Kommunikation hin zu Business-Verantwortlichen, Führungskräften, Aufsichtsräten und Audit-Kommissionen auftreten. Wir hören das immer wieder aus der Vorstandsetage.

Die Fachleute müssen gegenüber ihren Vorgesetzten zeigen, dass sie einen Governance-Prozess haben. Dadurch wecken sie Vertrauen, dass Risiken in Übereinstimmung mit dem generellen Risikomanagement und Profil des Unternehmens adressiert werden. Das erfolgreiche Bekämpfen einer bestimmten Bedrohung beruht nicht auf Zufall und gut Glück, sondern ist das Ergebnis eines soliden Prozesses, der neue Bedrohungen kontinuierlich überwacht und das Unternehmen hierüber informiert.“, erklärt Irina Simmons, Chief Risk Officer bei EMC.

Hier schreibt Heide Witte für Sie

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