11. November 2013 | pArtikel drucken | kKommentieren
Cloud-Speicherdienste im Vergleich

Taugen Dropbox & Co. für Unternehmen?

Cloud-Speicherdienste wie Dropbox erfreuen sich auch in Firmen größter Beliebtheit – zum Leidwesen vieler IT-Verantwortlicher. Inzwischen zielen die Anbieter auf Unternehmenskunden mit speziellen Enterprise-tauglichen Produktvarianten. Forrester und das Fraunhofer SIT haben die wichtigsten Services verglichen und bewertet.

Auf 200 Millionen Abonnenten bringt es inzwischen der populäre Cloud-Speicherdienst Dropbox – doch dieser IT-Trend macht nicht alle glücklich. Vor allem IT-Verantwortliche in Unternehmen ängstigen sich um die Sicherheit ihrer Daten, wenn Mitarbeiter zunehmend Dokumente in öffentlichen Cloud-Diensten mit Kollegen und Partnern austauschen. Neben Spionage-Bedenken im Zuge der NSA-Affäre befürchtet man ganz generell den Kontrollverlust der IT über die Daten des Unternehmens.

Dem Zulauf zu den so einfach zu handhabenden Cloud-Speichern tut dies keinen Abbruch, wie eine aktuelle Forrester-Umfrage unter IT-Leitern belegt. 15 Prozent der Befragten unterstützten neben Sharepoint auch Dropbox, gefolgt von Jive, Box und Google Drive im einstelligen Prozentbereich. Dropbox als Brancheführer hat längst auf diesen Trend reagiert und bietet Collaboration-Pakete an, die die speziellen Bedürfnisse von Firmen adressieren.

File-Sharing-Marktvergleiche von Forrester und Fraunhofer SIT

Forrester hat 16 Anbieter von Synchronsierungs- und Sharing-Tools verglichen.

Inzwischen springen eine ganze Reihe von Anbietern auf diesen Zug auf, und zwei aktuelle Studien von Forrester und dem Fraunhofer Institut für sichere Informationstechnologie liefern einen guten Überblick über die wichtigsten Angebote im Markt für Datensynchronisation und Sharing. Eine Studie von Forrester mit dem Titel „File Sync And Share Platforms, Q3 2013“ (PDF) nimmt insbesondere internationale, meist US-basierende Anbieter unter die Lupe, während das Fraunhofer SIT sich auf eine Auswahl überwiegend deutscher oder europäischer Dienste beschränkt.

Die Forrester-Analysten Ted Schadler und Rob Koplowitz schicken ihrem Produkt-Vergleich einige interessante Überlegungen zu den aktuellen Markttrends voraus. Demnach ist der Treiber für die Nutzung von Cloud-Speichern die wachsende Konsumerisierung der IT, in deren Zug die Mitarbeiter von vielfältigen Geräten aus Zugang zu geschäftlichen Informationen suchen. Dienste wie Dropbox helfen dabei.

Außerdem sehen die Analysten noch einen anderen Trend, der sich in der Nutzung von Dropbox und Co. manifestiert: Die Nutzer wollen Dokumente mit anderen nicht nur einfach teilen, sondern sie erwarten hierbei auch Möglichkeiten der Dokumentenzusammenarbeit. Somit stellen die wachsenden Angebote von Herstellern wie Dropbox und Box auch eine Bedrohung für traditionelle Anbieter aus dem Content-Management und Collaboration-Umfeld dar.

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Übersicht dieses Artikels:
  1. SEITE 1: Große Nachfrage nach Cloud-Synchronisation und Sharing
  2. SEITE 2: Box, EMC und IBM sind die Leader

Hier schreibt Wolfgang Miedl für Sie

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