11. Dezember 2013 | pArtikel drucken | kKommentieren
IT-Sicherheit in Unternehmen im Zeichen der NSA-Affäre

Cybercrime: Der wahre Feind sitzt im Mitbewerb


„Lohnt“ sich IT-Sicherheit nach der NSA-Affäre aus Risikosicht überhaupt noch? Jürgen Mauerer von CANCOM.info sprach mit Arno van Züren, Compliance-Experte bei Trend Micro, über die Risiken für Unternehmen durch Wirtschaftsspionage und staatliche Ausspähung, Risikobewertung sowie geeignete Schutzmaßnahmen.

Jürgen Mauerer: Die NSA-Affäre beherrscht derzeit die Debatten rund um IT-Sicherheit. Denn es wurden auch alle bekannten Verschlüsselungsverfahren geknackt. Wie reagieren Ihre Kunden auf diese Entwicklung?

Arno van Züren: Das ist gemischt. Die Reaktionen reichen von Gelassenheit nach dem Motto „Dass die Geheimdienste Daten überwachen, ist ja allgemein bekannt. Es gibt keinen lückenlosen Schutz“ bis hin zu einer Art Panik. Mehrere Kunden fragten uns auch, ob sich Investitionen in IT-Sicherheit überhaupt noch lohnen, weil die NSA ohnehin alles knacken kann.

Und? Lohnen sich Investitionen in IT-Sicherheit heute noch?

Selbstverständlich. Im Windschatten der NSA-Affäre nimmt die Cyberkriminalität weiter zu. Unternehmen dürfen ihre Sicherheitsvorkehrungen nicht vernachlässigen und sollten das Risiko von wirtschaftlich motivierter Spionage durch externe Regierungen und Geheimdienste nicht überbewerten.

Von 100.000 bösartigen Angriffen stammt einer von Geheimdiensten. NSA & Co. gehören definitiv nicht zu den Top Ten der größten Bedrohungen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Regierungen Daten nach Schlagwörtern zum Schutz vor Terrorismus ausspähen, ist wesentlich höher als das Ausspähen nach wirtschaftlichen Kriterien.

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Übersicht dieses Artikels:
  1. SEITE 1: IT-Sicherheit nach der NSA-Affäre
  2. SEITE 2: Größte Gefahr droht nicht von den Regierungen
  3. SEITE 3: Zielgerichtete Attacken und Schutzmaßnahmen

Hier schreibt Jürgen Mauerer für Sie

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