7. Dezember 2013 | pArtikel drucken | kKommentieren

Studie: Banken-IT gleicht Flickenteppich

Hart ins Gericht mit der IT-Architektur in Banken geht eine PwC-Studie. Die Systemlandschaft gleiche häufig einem Flickenteppich von Behelfslösungen, so ein Fazit.

In der Praxis verwenden Banken und Finanzdienstleister laut PwC häufig veraltete Technologien, mit denen sich die Vielzahl neuer regulatorischer Vorgaben nicht effizient genug umsetzen lasse. Dabei habe die IT-Finanzarchitektur eine zentrale Rolle inne, denn hier werden Informationen und Daten verarbeitet, verdichtet und auf ihrer Basis Prozesse gesteuert.

Aber: „Banken und Finanzdienstleister entwickeln ihre IT-Finanzarchitektur vielfach nicht strategisch weiter, sondern setzen interne und externe Vorgaben punktuell um“, sagt Marc Billeb, PwC-Partner und Experte für IT-Finanzarchitekturen.

Zudem liegen die Vorstellungen über die zukünftige Ausrichtung der IT-Finanzarchitektur bei den Verantwortlichen in den Instituten oft weit auseinander, wie die PwC-Studie zeigt.

Und obwohl die „Systemlandschaft häufig mehr einem Flickenteppich von Behelfslösungen“ gleicht, wie Michael Rasch von PwC formuliert, sehe nur jedes vierte Unternehmen ein Problem in veralteten Technologien.

IT und Fachbereiche müssen an einen Tisch

Doch nur mit einem ganzheitlichen Ansatz und einer Planung, die verschiedene Szenarien berücksichtigt, lasse sich die IT-Finanzarchitektur strategisch weiterentwickeln. Bei diesem Prozess sollten alle Beteiligten – Vertreter des Rechnungswesens, des Controllings, des Meldewesens und des Risikomanagements sowie der IT – für ein Höchstmaß an Transparenz sorgen.

Mit einer modernisierten IT-Finanzarchitektur können die Institute schneller und einfacher auf zukünftige Anforderungen reagieren und so auch Schnittstellen und Komplexität reduzieren. Dabei solle auch Standardsoftware zum Einsatzkommen. Dennoch wollen 54 Prozent der befragten Unternehmen an der individuellen Datenverarbeitung in den kommenden Jahren festhalten.

Für die PwC-Studie „IT-Finanzarchitektur – Zufallsprodukt oder gezielte Weiterentwicklung?“ hat PwC 28 Banken und Finanzdienstleister aus Deutschland und Österreich untersucht. Darunter finden sich auch neun Großbanken mit einer Bilanzsumme von mindestens 200 Milliarden Euro.

Mehr Informationen und Statements von Marc Billeb und Michael Rasch finden Sie hier.

Quelle Bild: Christa Nöhren/pixelio.de

Hier schreibt Heide Witte für Sie

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