24. Januar 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Microsoft: Umsatz höher als erwartet

Microsofts neue Generation der Surface Tablets und der XBox Spielekonsole brachten im letzten Quartal deutlich mehr Umsatz und Gewinn als erwartet. Die der Aktienwert erhöhte sich zeitweise um mehr als drei Prozent.

Wie die erst kürzlich veröffentlichten Geschäftszahlen zeigen, hat Microsoft seinen Gewinn im letzten Quartal 2013, dem 2. den Geschäftsjahres des Konzerns, stärker als erwartet gesteigert: Microsoft kann für das zweite Quartal des aktuellen Geschäftsjahres einen neuen Rekordumsatz verbuchen. Von Oktober bis Dezember betrug der Überschuss rund 6,6 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte, rund 200 Millionen Dollar mehr als im entsprechenden Quartal des Vorjahres.

Auch beim Umsatz verzeichnete das Unternehmen insgesamt deutlich positive Bilanz: Er stieg im Jahresvergleich um rund 14 Prozent auf rund 25 Milliarden Dollar.

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Im Vergleich zum Vorjahr konnte Microsoft durch die Spielekonsole XBox One und die neue Generationen der Surface Tablets den Umsatz steigern.
Bild Quelle: Microsoft.

Dieser Erfolg ist laut Analysten vor allem auf ein erfolgreiches Weihnachtsgeschäft zurückzuführen:
Durch die zweite Generation der Surface-Tablets, die offenbar sehr gut vom Markt angenommen wurde, steigerte Microsoft den Umsatz im Bereich Tablets von rund 400 Millionen US-Dollar auf nun mehr rund 893 Millionen US-Dollar.

Jedoch kostete die Produktion und der Verkauf der neuen Tablets rund 930 Millionen US-Dollar, sodass Microsoft noch keinen Profit aus den Tablets zieht, wie die Kollegen von Reuters berichten. Dass die Tablets sich auf einem neuen Verkaufsgipfel hinzubewegen ist jedoch anhand der neuen Zahlen ersichtlich – und damit ist es nur noch eine Frage der Zeit bis sie für Microsoft Profit abwerfen.

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Microsofts Umsatzzahlen bei Software und Cloud-Lösungen. Auch hier wird ersichtlich: Die Cloud ist Trend.
Bild Quelle: Microsoft.

Auch im Bereich Bürosoftware legten die Redmonder zu: Im Bereich der Office-Suites für Firmen (Commercial) kann Microsoft, im Vergleich zum Vorjahr, ein Umsatzwachstum von sechs Prozent verzeichnen.

Die Entwicklung in Microsofts Cloud-Geschäft lässt sich, aufgrund des nicht vorhandenen Referenzwertes, schwer vergleichen. Der Bereich Services stagniert offenbar, aber immer legten Firmen-Office 365-Lizenzen sowie das Geschäft mit weiteren kommerziellen Cloud-Diensten, wie Azure Cloud-Services zu, wie die rechte Grafik veranschaulicht. Darüber hinaus gab Microsoft an, dass auch die Office-Privatanwender-Lizenzen deutlich anstieg, und zwar auf 3,5 Millionen (Anmerkung der Red.: Im Vergleich zu geschätzten 1 Millarden Nutzern von fest installierter MS Office Software weltweit allerdings).

Im Bereich „On Premise Software“ sank der Umsatz insgesamt von rund 5,700 auf rund 5,400 Milliarden US-Dollar. Die Sparte „Hardware“ zu guter Letzt, zu der aktuell noch nicht die Nokia-Smartphones gehören, steigerte den Umsatz von rund 3000 auf rund 5000 Milliarden US-Dollar.

B2C macht Microsoft diesmal umsatzstark

Dank Microsofts neuer Konsole, der Xbox One, warf der B2C-Bereich einiges an Gewinn ab: Von den Xbox-Spielkonsolen setzte Microsoft rund 7,4 Millionen Stück ab (Vorjahr: 5,9 Millionen).

Im Bereich „Devices and Consumer“ steigerte sich der Umsatz um rund 13 Prozent auf rund 12 Milliarden US-Dollar. Jedoch verlief hier nicht alles glimpflich, denn der Umsatz von Windows OEM-Lizenzen sank insgesamt um rund 3 Prozent, was MS auf die gesunkene Nachfrage im PC-Markt zurückführt.

Erfolge auch im Mobil-Geschäft: Der Umsatz aus Lizenzeinnahmen für Windows Phone und Abgaben aus Lizenzabkommen mit Herstellern von Android-Geräten nahm um rund 50 Prozent zu.

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