24. Februar 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren
Die Cloud macht´s möglich

Autos erzählen live vom CeBIT-Alltag

Auf der diesjährigen CeBIT werden vier Fahrzeuge von ihrem Messealltag berichten. Live können Besucher am IBM-Stand in Halle 2 Verbrauch, Geschwindigkeit oder Route der Autos verfolgen. Möglich macht dies die Lösung mad von Augmentation Industries, die über die IBM SoftLayer-Cloud Fahrzeugdaten austauscht.

Die Hardware von mad besteht aus einem Adapter, der wie ein USB-Stick an die Diagnose-Schnittstelle des Automobils angeschlossen wird. Dort zapft er alle Datenquellen im Auto an und sammelt relevante Fahrzeuginformationen.

mad funktioniert unabhängig vom Hersteller

Bisher kamen Technologien dieser Art nur in Neufahrzeugen zum Einsatz und waren Hersteller-gebunden. Mit mad dagegen können Autos unabhängig von Marke und Typ digitale Daten austauschen. Gesteuert wird das System über eine App, die auf allen mobilen Endgeräten läuft.

Adapter

Ein Adapter von mac

Der Anwender bestimmt selbst im Sinne des Opt-in-Verfahrens, welche Daten von seinem Auto gesammelt werden sollen und wer diese bekommt. Weitergegeben werden nur definierte Daten an zuvor freigegebene Dienstleister.

Auf der CeBIT werden die vier ausgewählten Fahrzeuge von ihren täglichen Routen berichten und wie viele Kilometer sie zurückgelegt haben. Auf dem Monitor am Demopunkt von Augmentation Industries lässt sich verfolgen, wie schnell ein Fahrzeug fährt und ob der Tank noch gefüllt ist. Zudem ermittelt die Anwendung in Echtzeit CO2-Bilanzen und Verbrauchsstatistiken für jedes Auto.

Am Abend wird eine Analyse erstellt, aus der sich Handlungsempfehlungen für den nächsten Tag ergeben. So gibt mad Hinweise auf schnellere Strecken, notwendige Wartungen oder einen umwelt-freundlicheren Fahrstil mit weniger Verbrauch.

Lösung für das Flottenmanagement

Die Einsatzgebiete für mad sollen sich über den privaten Gebrauch hinaus erstrecken. So nutzen Unternehmen mad für ihr Flottenmanagement, um einen besseren Überblick über den Zustand ihrer Fahrzeuge und deren Einsatz zu bekommen.

Es lassen sich Tankabrechnungen automatisieren, Ferndiagnosen erstellen, Kilometerstand-Manipulationen verhindern, Wartungen planen oder Fahrtenbücher führen. Auch eine Black-Box könne mad realisieren, um Unfälle gegebenenfalls nachzuvollziehen.

„Unsere Technik kann mit wenigen Handgriffen in Fahrzeuge ab dem Baujahr 2001 nachgerüstet werden, und wir haben bereits mehr als 1600 Anmeldungen für mad“, sagt Stephan Kaufmann, Geschäftsführer von Augmentation Industries.

Hier schreibt CANCOM.info Redaktion für Sie

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