14. Februar 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

IBM-Forscher knacken Ethernet-Rekord

Forscher von IBM und der ETH Lausanne haben einen Analog-Digital-Wandler entwickelt, der Ethernet-Netze für die Big-Data-Flut fit machen soll.

Wissenschaftler des IBM-Forschungslabors in der Schweiz und der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) haben an der International Solid-State Circuits Conference in San Francisco eine interessante Neuerung in der Signalverarbeitung präsentiert.

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Der neue Hochgeschwindkeits ADC.
Bild Quelle: IBM Research – Zurich

Präsentiert wurde eine Weiterentwicklung ihres 2013 erstmals vorgestellten Analog-Digital-Wandlers (ADC). Der neue ADC soll die Internetgeschwindigkeit auf 200 bis 400 Gigabits pro Sekunde steigern. Im Vergleich zu aktuell eingesetzten Technologien würde das eine bis zu vier Mal höhere Übertragungsgeschwindigkeit zwischen Cloud-Rechenzentren über das Internet ermöglichen.

Daten, Daten, Daten

Der heutige Datenverkehr beträgt ungefähr zwei Exabyte pro Tag – das ist eine 20-millionenfache Steigerung im Vergleich zu 1992 mit 100 Gigabyte. Auch angesichts des exponentiellen Wachstums von Big Data und dem Internet der Dinge werden zukünftige Netzwerkstandards immer höhere Datenraten unterstützen müssen.

Mit ADC werden die übertragenen analogen Signale zur Weiterverarbeitung in Logik-Chips in digitale Nullen und Einsen konvertiert. Damit sei eine schnellere Datenübertragung möglich. Der präsentierte ADC ist der aktuell schnellste CMOS ADC bei höchster Energieeffizienz. Er erreicht eine Samplingrate von bis zu 100 GS/s (giga-samples per second) bei einem Verbrauch von weniger als einem Watt.

„Unser ADC unterstützt IEEE-Standards für Datenübertragung und vereint in 32 Nanometer-Technologie hohe Geschwindigkeit und Energieeffizienz. Damit haben wir eine Basistechnologie, die es uns ermöglicht, bisher präzedenzlose Big-Data-Anwendungen anzupacken“, sagt Martin Schmatz, Systems Department Manager bei IBM Research in Zürich.

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