24. März 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren
Was Digitalisierung am Point of Sales erfolgreich macht

Omni-Channel: Durchgehendes Einkaufserlebnis

Der Onlinehandel freut sich seit Jahren über kontinuierlich steigende Umsätze im Internet. Eine Studie des ECC Köln in Zusammenarbeit mit der Demandware GmbH zeigt jetzt, wie auch der stationäre Handel davon profitiert, wenn er die Chancen der Digitalisierung am Point of Sales nutzt.

Während E-Commerce in Deutschland Jahr für Jahr mit Zuwachsraten im zweistelligen Bereich zunimmt, verläuft die Wachstumskurve im Einzelhandel insgesamt deutlich flacher. Kein Wunder also, dass viele Einzelhändler ihre Geschäfte um einen Webshop als digitalen Verkaufskanal im Internet ergänzen.

Doch damit sind die Möglichkeiten der Digitalisierung noch längst nicht ausgeschöpft. Vielmehr können auch direkt am Point of Sales digitale Tools und Services den Verkaufsprozess auf effiziente und effektive Weise unterstützen. Die Studie geht zwei Kernfragen nach:

  • Wie sieht das Informations- und Kaufverhalten der Konsumenten aktuell und in der Zukunft aus?
  • Welche digitalen Services am Point of Sales liefern echte Mehrwerte für die Konsumenten und stoßen auf ein hohes Interesse?

Darüber hinaus vermittelt die Studie detaillierte Beschreibungen verschiedener digitaler Services am Point of Sales. So können Händler besser nachvollziehen, welche konkreten Lösungen für ihr Geschäft geeignet sind.

Mehrwerte für Konsumenten beim stationären Kauf

Eine zentrale Erkenntnis der Untersuchung lautet: Die Informationssuche vor dem Kauf wird immer intensiver – und der Wunsch nach professioneller Beratung im Geschäft oft enttäuscht. Wer schon einmal nach mehrstündiger Internet-Recherche mit einem ahnungslosen Verkäufer über die Vorzüge und Nachteile eines bestimmten Produkts gesprochen hat, der weiß, wie sich das anfühlt.

Auch deshalb gewinnen Online-Shops immer mehr Kunden, weil der Weg in den stationären Handel sich für den mündigen Verbraucher allzu oft nicht lohnt. Mit digitalen Services am Point of Sale könnte sich das ändern: Richtig eingesetzt, können sie das Personal bei der Beratung unterstützen, mit besseren Informationen die Kaufentscheidung fördern sowie das Einkaufserlebnis einfacher und angenehmer gestalten. Daher werden sie von knapp der Hälfte der Befragten regelmäßig genutzt.

Beliebt sind Services zur Verknüpfung der Kanäle

Ein wichtiger Punkt in diesem Zusammenhang ist die vereinfachte Integration von unterschiedlichen Vertriebskanälen, denn der Verbraucher erwartet von „seinem“ Händler online und vor Ort eine einheitliche Service-Qualität.

Kanalübergreifende Services, die bei einigen Unternehmen bereits zum Einsatz kommen, liegen dementsprechend in der Befragung auf den ersten Rängen. Dazu gehören der Online-Verfügbarkeits-Check, mit dem vor dem Besuch der stationären Filiale geschaut werden kann, ob ein bestimmtes Produkt dort verfügbar ist, sowie kostenfreies WLAN im Geschäft.

Beide Angebote stoßen bei jeweils rund zwei Drittel der Befragten auf Interesse. Auch die Möglichkeit zur Bestellung bei Nicht-Verfügbarkeit im Ladengeschäft sowie die Order im Online-Shop mit anschließender Abholung im Geschäft schneiden mit jeweils rund 60 Prozent interessierter Konsumenten sehr gut ab.

Spielereien kommen nicht gut an

Den Aufwand für die Bereitstellung von Spielereien, die keinen unmittelbaren Mehrwert in Form von Zeitersparnis oder mehr Bequemlichkeit bringen, können Händler sich jedoch sparen: Beispiele dafür liefern digitale Empfehlungen (25,9  Prozent) oder das die Möglichkeit zum Aufnehmen von Fotos, um sie über Facebook zu teilen, für die sich nur 12,3 Prozent der Befragten interessierten.

„Bring your own Device“ am Point of Sale: Hohe Anfangsinvestitionen in Displays und Terminals sind für Betreiber von Ladengeschäften nicht erforderlich, um in die Digitalisierung des Point of Sales einzusteigen.

Die meisten Befragten möchten digitale Services ohnehin am liebsten mit ihrem eigenen Smartphone nutzen. Wichtig ist dabei jedoch, dass kostenloses WLAN zur Verfügung steht und der Kunde nicht seinen Mobilfunkvertrag mit den anfallenden Datenübertragungen belasten muss.

Daher sollten Händler, die sich für eine Digitalisierung ihres POS interessieren, unbedingt professionelle, Retail-spezifische Beratung für den Aufbau einer hochverfügbaren und sicheren WLAN-Infrastruktur in Anspruch nehmen.

Die Studie ist online hier erhältlich.

Hier schreibt Uwe Küll für Sie

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