25. März 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Mobile Payment bleibt Neuland

Laut einem Bericht von Visa Europe hat sich die Anzahl der Mobile Payment Möglichkeiten in Europa verdoppelt. In Deutschland merkt man davon nichts.

Ich möchte die 68 Cents meines Schokoriegels per EC-Karte bezahlen. Die Personen in der Schlange an der Kasse schauen mich genervt an, und die Kassiererin sagt entsetzt:

„Ich bitte Sie. 68 Cent wird man wohl doch als Bargeld dabei haben, oder !?“

Willkommen im Jahr 2014! In Deutschland hat sich bisher kein mobiles Bezahlverfahren durchgesetzt. Der Konkurrenzkampf ist im vollen Gange: Aktuell sind bereits rund 30 Anbieter von Mobile Payment Lösungen auf dem deutschen Markt. Auch die großen Mobilfunkanbieter – Telekom, O2 und Vodafone – offerieren gemeinsam eine eigene Lösung.

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Quelle: Steinbeis-Research.de

Hat Deutschland kein Interesse an Mobile Payment?

Egal wie gut und sicher ein System ist. Es wurde bisher nicht angenommen. Bezahlen mit dem Smartphone ist den meisten Nutzern (noch) zu fremd. Warum etwas Neues probieren, wenn das bargeldlose Bezahlen bereits mit der EC-Karte gut funktioniert?

Es existiert kein wirkliches Kundenbedürfnis für Mobile Payment – jedenfalls nicht am POS, denn: Bargeld wird überall akzeptiert, ist einfach, anonym und es braucht weder Internet, Strom noch eine App.

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Infografik: Die Welt Stand 2014

Soll sich das System in Deutschland wirklich durchsetzen, müssen folgende Ziele erreicht werden:

  • Das Personal am POS muss im Mobile Payment geschult und auf technische Probleme vorbereitet sein.
  • Akzeptanzstellen müssen eine kritische Masse erreichen.
  • Bezahlvorgänge müssen transparent und in 1-2 Schritten durchführbar sein.
  • Größte Herausforderung: Das System muss sich an den Kunden anpassen und nicht umgekehrt.

Hier schreibt Alexander Hoffmann für Sie

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