31. März 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Software gegen peinliche Life-Logging Bilder

Privatsphäre wird im Zeitalter der Wearables ein immer heikleres Thema. Fotos sind überall schnell gemacht. Deshalb haben Informatiker an der Indiana University die Software „PlaceAvoider“ entwickelt, die verhindert, dass an allen Orten Bilder geschossen werden können.

Die „PlaceAvoider“-Software soll sensible Örtlichkeiten wie Firmenbesprechungsräume, die durch den Nutzer bestimmt wurden, erkennen und automatisch sicherstellen, dass von Google Glass oder anderen Lifelogging-Systemen wie „Narrative Clip“ und „Autographer“ geschossene Aufnahmen nicht auf Sharing-Plattformen landen.

Laut Apu Kapadia, einem von zwei Entwicklungsteam-Leitern, war es notwendig, eine solche Software zu entwickeln, da schlichtweg „nicht genügend Zeit vorhanden ist, bis zu mehrere Tausend Bilder pro Tag eigenhändig durchzusehen.“

Die Schwierigkeit dabei: Bilderkennungsmethoden allein reichen nicht, damit die Technik funktioniert.

Was eine Person nicht teilen möchte, kann ziemlich variabel und zu Teil schwer identifizierbar sein. Daher lässt sich die Software über Routinen aus dem Bereich des maschinellen Lernens trainieren: Nutzer können so problematische Fotos auf eine schwarze Liste setzen, und die Software markiert von da an ähnliche Bilder ohne Zutun des Nutzers und legt sie zu einer erneuten Kontrolle nochmals vor.

Tests ergaben, dass das Programm in 89,8 Prozent der Fälle richtig lag.

Bild Quelle: Rainer Sturm/pixelio.de

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