28. März 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Wie Social Software den CIO herausfordert

Wo Menschen zusammenarbeiten, da „menschelt’s“. So trivial diese Erkenntnis anmuten mag – in vielen Unternehmen wird sie bis heute ausgeblendet, wenn es darum geht, die unternehmensweite und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit in Teams und Arbeitsgruppen mit Informationstechnologie zu unterstützen.

Lösungsansätze wie Intranet und Extranet, Mitarbeiterportale oder VPNs haben in den meisten Unternehmen nie die Akzeptanz gefunden, die für eine Förderung der Zusammenarbeit nötig gewesen wäre.

Mit Diensten wie Doodle, Dropbox, Facebook und Co. haben die Benutzer sich ihre eigene IT-Plattform für die Zusammenarbeit geschaffen. Ganz einfach, ohne Investitionsantrag und Service-Ticket und wochenlanges Warten auf den Benutzer-Account.

Das hat viele aufopferungsvoll für die optimale Performance der Unternehmenssysteme kämpfende IT-ler persönlich getroffen. Hinzu kommt, dass mit den neuen Diensten auch manches Sicherheits- und Administrations-Problem in die Unternehmensnetze eingeschleust wurde.

Und jetzt soll die IT auch noch ihrerseits dem Trend nachlaufen und den Nutzern mit Produkten wie Yammer, Jive oder Socialcast eine „legale“ Plattform für ihre „Spielereien“ liefern?

Ja, sie soll und sie muss.

Letzte Chance für die IT

Denn die Innovationen, die der Standort Deutschland benötigt, um im globalen Wettbewerb die Nase vorn zu behalten, entstehen nicht in ERP-Systemen und immer seltener in den Köpfen einzelner Mitarbeiter.

Innovationen entstehen zunehmend durch den Austausch in verteilten Teams. Wenn die Unternehmens-IT es nicht schafft, hierfür Lösungen anzubieten, die von den Anwendern gerne genutzt werden, wird sie bald nicht mehr benötigt.

Entweder, weil andere ihre Dienste übernehmen, oder weil es das Unternehmen nicht mehr gibt. So gesehen, ist Social Software vielleicht die letzte Chance für Ihre IT.

Hier schreibt Uwe Küll für Sie

Mehr Artikel vom Autor

Lesen Sie weiter auf CANCOM.info