17. April 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren
Samsung erreicht Durchbruch bei der Produktion von Graphen

Graphen: Der Stoff für Entwicklerträume

Kleiner, besser und billiger – so sehen Experten in Wissenschaft und Industrie die Zukunft von elektronischen Geräte und Komponenten aus dem „Wundermaterial“ Graphen.

Durch seine zweidimensionale Struktur ermöglicht das Kohlenstoff-basierte Graphen enorm flache leitende Konstruktionen, die gleichzeitig härter sind als Stahl und ähnlich dehnbar wie Gummi. Schwierig gestaltete sich allerdings bislang die Produktion von Graphen für die kommerzielle Nutzung.

Vor kurzem verkündeten jedoch Forscher am Samsung Advanced Institute of Technology (SAIT) in Zusammenarbeit mit der Sungkyunkwan University in South Korea, ein Verfahren entdeckt zu haben, mit dem sich Graphen auf Silizium-Wafern herstellen lässt  und das die Produktion von Graphen-Transistoren ermöglicht.

Dieser Fortschritt wird nach Einschätzung von Samsung dazu führen, dass die Entwicklung von flexiblen Displays, Wearables und anderen elektronischen Geräten der nächsten Generation erheblich beschleunigt wird.

Währenddessen arbeiten Forscher bei Firmen wie IBM, Nokia oder SanDisk ebenfalls an dem neuen Material.

Weitere Einsatzbereiche

Aber auch außerhalb der Elektronikindustrie weckt Graphen große Träume, wie die New York Times berichtet: Beispielsweise investierte die Bill and Melinda Gates Foundation bereits in die Entwicklung von Kondomen auf Basis von Graphen, die haltbarer sein sollen als solche aus Latex.

Und in der Auto- und in der Flugzeugindustrie träumt man bereits von ultraleichten, hochbeständigen Karosserien aus Graphen, die obendrein noch als Solarzellen fungieren und die Bordelektronik mit Strom versorgen.

Hier schreibt Uwe Küll für Sie

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