29. April 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Fog Computing treibt Internet der Dinge an

Cisco prägt den Begriff „Fog Computing“: Die neue Architektur soll die Datenübertragung im Internet der Dinge beschleunigen.

Thermometer, Kühlschränke, Blutdruckmessgeräte, Smart Homes, Formel-1-Rennwägen und Flugzeuge: Bis 2020 sollen laut Cisco bis zu 50 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein. Derzeit sind die Geräte meist über einen Router angebunden, der die produzierten Daten über das Internet zur Auswertung weiter leitet.

Die Datenmenge verdeutlicht Cisco an einem Beispiel: Allein die Turbine eines Düsenflugzeugs generiert innerhalb von 30 Minuten eine Datenmenge über Leistung und Zustand von 10 TB. Ciscos Vision: Die Daten oder zumindest einen Teil davon sollen dank Fog Computing so nahe wie möglich an den Daten-Quellen verarbeitet werden – nicht in der Cloud, sondern in vor Ort installierten Routern. Das biete nicht nur auf der Performance-Vorteile, sondern auch mehr Sicherheit und schnellere Reaktionsmöglichkeiten.

fog computingEs sei Zeit- und Bandbreitenverschwendung, „alle Daten aus dem Internet der Dinge in die Cloud und dann wieder zurück in Netzwerke zu übertragen“, erklärte Guido Jouret, Vice President and General Manager der Cisco’s Internet of Things Business Unit.

Basis: IOS und Linux

Bei der neuen Architektur kombiniert Cisco für Fog Computing das Internetworking Operating System (IOS) und Linux. Damit sollen Router und Switches mit mehr Rechenleistung ausgerüstet werden.
Zunächst will der Netzwerkspezialist spezielle Industrie-Systeme am Netzwerk-Perimeter mit der neuen Architektur ausstatten.

Da im industriellen Umfeld sehr viele Verbindungs-Standards zum Einsatz kommen, sollen die Anwender über Linux die Router selbst anpassen und auch Linux-Anwendungen mit diesen Routern verbinden können. Möglich werde dies über das IOx Software Development Kit. Darüber lassen sich auch neue Funktionen für Sensoren und Steuerungen implementieren.

Mit IOx können Anwender beispielsweise automatisierte Antworten auf bestimmte Sensordaten festlegen. Als mögliche Anwendung nennt Cisco eine Load-Balancing Application, die automatisch auf alternative Energie-Quellen umstellt, sobald Solar- oder Windkraft-Anlagen genügend Strom liefern.

Auch bei der Übertragung von Sensordaten über Ländergrenzen hinweg sei Fog Computing die Lösung, da dies aus rechtlichen oder regulatorischen Gründen ein häufiges Problem in Cloud-Umgebungen darstelle.

Weitere Informationen finden Sie bei Cisco und in diesem PDF.

Ein Statement zum Zukunftsthema Fog Computing liefert Dr. Bernd Heinrichs, Managing Director Cisco IoT Solutions EMEAR, in diesem Videointerview.

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