8. April 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Investitionen in pinken Schnurrbart

In den USA tobt ein rasantes Rennen um das Geschäft der Fahrgemeinschaften-Apps. Selbst der chinesische eCommerce-Riese Alibaba interessiert sich für einen der Anbieter. Zurecht?

Lyft ist anders. Das junge Startup aus dem Silicon Valley verfügt über keine eigene Flotte, sondern die Fahrer nutzen ihre eigenen Autos. Sie präsentieren sich als Lyft-Fahrer, indem sie große neon-pinke Schnurrbärte vor die Frontgitter ihrer Autos hängen und ihre Kunden mit einem „Fist Bump“ begrüßen. Fahrgäste entscheiden dabei selbst, wie viel sie für die Fahrt bezahlen.

Pinke Schnurrbärte sollen sich weltweit etablieren

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Die Begrüßung der Lyft-Fahrgäste erfolgt per „Fist-Bump“. Quelle: Lyft

Lyft startete vor einem Jahr mit zwei Städten. Mittlerweile ist der Service auf 30 Städte in den USA erweitert worden. Dank einer Investition von 250 Millionen US-Dollar will das Startup nun auch in andere Länder expandieren.

250 Millionen US-Dollar erscheinen recht wenig, wenn einem bewusst wird, auf wie viel der größte Konkurrent im vergangen Sommer geschätzt wurde: Der Wert von Uber Technologies wurde auf 3,5 Mrd. US-Dollar geschätzt.

 

 

Unter den Investoren befindet sich auch das eCommerce-Schwergewicht Alibaba Group aus China.

Das chinesische Unternehmen ist eine Mischung aus Amazon, eBay und Paypal. Den chinesischen Onlinehändler Alibaba kennt im Westen fast niemand. Jetzt nimmt das Medienkonglomerat Kurs auf die US. Neben der Investition in Lyft beteiligte sich Alibaba bei zwei weiteren US-Startups:  TangoMe und Shoprunner.

Das eCommerce-Schwergewicht erhofft sich mit dem erkauften Zugang in das Silicon Valley einen vertieften Einblick in die Tech-Szene der USA. Würde sich die Technologie rund um die Fahrgemeinschaften-Apps auch in China etablieren, würde das die Marktführerposition von Alibaba verfestigen. 

Hier schreibt Alexander Hoffmann für Sie

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