4. April 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Weltmarkt für Big Data wächst rasant

Der globale Umsatz mit Big-Data-Produkten und -Dienstleistungen steigt im Jahr 2014 auf rund 73,5 Milliarden Euro, ein Plus von 66 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Deutschland soll der Markt für die Analyse großer Datenmengen im Jahr 2014 um 59 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro zulegen. Bis zum Jahr 2016 werde sich der Umsatz mit Big Data-Lösungen auf 13,6 Milliarden Euro nochmals verdoppeln.

Nach Berechnungen des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Crisp Research im Auftrag des Bitkom wächst der weltweite Big-Data-Markt bis 2016 um jährlich durchschnittlich 46 Prozent. Er soll sich innerhalb von fünf Jahren von 23,6 Milliarden Euro (2011) auf 160,6 Milliarden Euro (2016) nahezu verachtfachen.

Angetrieben werde der Markt durch die verstärkte Internetnutzung mit Smartphones und Tablets, soziale Netzwerke sowie die Vernetzung von Geräten, Fahrzeugen und Maschinen. „Die Einsatzgebiete von Big Data umfassen mittlerweile fast alle Bereiche, in denen größere Datenmengen verarbeitet werden: von betriebswirtschaftlichen Anwendungen über die wissenschaftliche Forschung bis zur Medizin“, sagt Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf.

Bitkom unterscheidet drei Teilsegmente von Big Data. Der mit Abstand größte Teilmarkt umfasse „Datenbasierte Produkte und Analytics-Services“. Er wird den Prognosen zufolge im Jahr 2014 um 64 Prozent auf weltweit 63,4 Milliarden Euro zulegen.

Darin enthalten sind viele Anwendungsfelder, die erst durch Big Data ermöglicht werden. Dazu zählen beispielsweise sensorgesteuerte Informationssysteme für den Verkehr, intelligente Gebäudesteuerungen, Optimierungssysteme im Handel oder Endkundendienste in den Bereichen Lifestyle, Fitness und Gesundheit.

Das Segment „Big Data IT“ umfasst IT-Hardware, Software und IT-Services, die für die Nutzung von Big-Data-Lösungen benötigt werden. Dieser Bereich steige im laufenden Jahr um 69 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro Umsatz.

Kleinstes Segment sei der Bereich „Sensoren und Netzwerke“, die vor allem für die Verbindung von Geräten, Maschinen, Fahrzeugen oder anderen Gegenständen mit dem Internet benötigt werden. Hier sollen Unternehmen rund 7,6 Milliarden Euro umsetzen, das entspreche einem Wachstum von 72 Prozent.

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