12. Mai 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Bosch bringt Supply Chain auf Vordermann

Die Robert Bosch GmbH und IBM wollen gemeinsam eine neue datenbasierte Entwicklungsplattform entwerfen, mit dem intelligente und miteinander vernetzte Automotive-Produkte effizienter und präziser an die Marktanforderungen angepasst entwickelt werden können.

Die „Continuous-Engineering“-Softwareplattform basiert auf offenen Standards und IBM Design-Tools. Sie lasse sich innerhalb kurzer Zeit für Tausende von Entwicklern, Technikern, Partnern und Kunden erweitern.

Durch die Einbindung aller Beteiligten der Zulieferkette und die durchgängige Bereitstellung der erforderlichen Daten trage die Plattform dazu bei, eine Vision von Bosch zu realisieren: eine branchenübergreifende Zusammenarbeit, dank der immer intelligentere und sicherere Fahrzeuge zeitnah in den Markt starten können.

Alle Mitglieder der Supply Chain vernetzen

Ständige Weiterentwicklungen in der Automobilbranche seien auch durch die Neuerungen im Bereich Unterhaltungselektronik gefordert. Mit fast einhundert elektronischen Steuergeräten und zehn Millionen Zeilen Softwarecode sind Autos heute stärker vernetzt als je zuvor.

Die zunehmende Komplexität der Fahrzeuge erhöhe den Kosten- und Innovationsdruck auf die Zulieferer und stelle sie gleichzeitig vor enorme Herausforderungen bei der Qualitätssicherung. Bosch will deshalb alle Entwickler und Unternehmen in einer Lieferkette vernetzen. Zudem solle die Kommunikation transparenter sowie Flexibilität und Kooperation innerhalb der Branche erhöht werden.

Über die IBM-Plattform sollen alle Teams und Entwicklungspartner in die Engineering-Prozesse eingebunden werden. Dies ist wesentlich für eine effiziente Entwicklung, die auf einer Strategie der zielgerichteten und transparenten Wiederverwendung beruht.

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Dirk Hoheisel

“Unser Ziel ist es, durch agilere Prozesse Innovation und die Entstehung von Produkten zu beschleunigen“, sagte Dirk Hoheisel, Mitglied der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH. “Durch eine auf Integration und Wiederverwendung basierende Entwicklungsplattform für Software und Systeme verbessern wir sowohl unseren Integrationsgrad als auch die Entwicklungsqualität. Wir setzen damit höhere Sicherheits- und Qualitätsmaßstäbe nicht nur für das Unternehmen selbst, sondern für die gesamte Branche.“

Die IBM-Lösung lasse sich einfach auf verschiedene Fachbereiche und Organisationen des Unternehmens erweitern. Dadurch könne Bosch seine langfristige Initiative für eine standardisierte Entwicklungsplattform für durchgängige Effizienz und strategische Wiederverwendung von Entwicklungsbausteinen umsetzen.

Zudem werde das Unternehmen auch künftig den Anforderungen von Sicherheitsnormen und Standards wie ISO26262, ASPICE und AUTOSAR gerecht.

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