16. Mai 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Im Detail: Das kostet Virtualisierung

Die Ausgaben für den Aufbau virtueller Client-Umgebungen amortisieren sich im Schnitt nach etwa ein bis zwei Jahren. CANCOM.info zeigt, welche Kostenfaktoren Unternehmen einkalkulieren sollten.

Die Kosten sind einer der entscheidenden Faktoren beim Aufbau einer virtuellen Client-Umgebung. Unternehmen müssen dazu in ihre IT- und Netzwerk-Infrastruktur sowie Sicherheitslösungen investieren. Als Ergebnis erhalten sie eine flexible Arbeitsplatzumgebung, die sich zentral verwalten lässt und speziell die Produktivität mobiler Mitarbeiter steigert.

Doch rechnen sich die Kosten? Diese Frage muss jedes Unternehmen nach seinen individuellen Anforderungen und Einsatzszenarien beantworten, gleichgültig, für welches Virtualisierungs-Modell es sich entscheidet.

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Desktop-Virtualisierung geht grundsätzlich über die IT-Umgebung hinaus, weil eine flexiblere und mobilere Arbeitsplatzumgebung Geschäftsprozesse beschleunigen, zu Einsparungen führen oder neue Umsatzpotenziale heben kann.

Wir konzentrieren uns hier auf die Analyse der IT-Umgebung und die Kostenfaktoren, die Unternehmen einkalkulieren sollten.

Ist-Kosten für den Betrieb der Clients

In die Kalkulation der Ist-Kosten fließen die Ausgaben ein, die direkt die Bereitstellung, den Betrieb und Support der Clients selbst betreffen. Dies können sein:

  • Hardware-Kosten wie Beschaffung und Evaluierung
  • Abschreibungen und Leasing-Raten als
  • Software-Lizenz und Wartungskosten für Clients wie Betriebssystem und Anwendungsprogramme
  • Kosten für Software-Test, Software-Paketierung und Software-Verteilung auf Clients
  • Ausgaben für alle Arbeiten während des Lebenszyklus eines Arbeitsplatzes (IMAC: Install, Move, Add and Change).
  • Wartungs- und Supportkosten (Service Desk)
  • Stromverbrauch
  • Kosten für den Austausch der alten Geräte

Kosten im Rechenzentrum

Hinzu kommen folgende Ausgaben für die Backend-Komponenten der virtuellen Clients im Rechenzentrum:

  • Hardware-Kosten für Backup-Systeme, Server und Storage-Systeme
  • Lizenz- und Wartungskosten für Server-Software wie Betriebssystem, Backup-Lösung, Datenbank und Virtualisierungsschicht
  • Betriebskosten von Backup, Server und Storage
  • Ausgaben für Störungsbeseitigung  im Rechenzentrum
  • Kosten für das Hosting im Rechenzentrum wie Klimatisierung, Netzwerk, Strom etc.

Erst nachdem sie all diese Faktoren ermittelt und bewertet haben, können Unternehmen die Kosten für die Desktop-Virtualisierung abschließend kalkulieren.  Das Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsberechnungen reicht von einer schnellen Amortisation bis zur Einsicht, dass sich eine Desktop-Virtualisierung nicht rechnet.

Hier schreibt Jürgen Mauerer für Sie

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