30. Mai 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Big Data soll DFB bei der WM unterstützen

Echtzeit-IT soll Stürmer erfolgreicher machen, Verletzungen vorbeugen und Fans das Fußballerlebnis näher bringen. Und so hat der DFB auf der Reise nach Brasilien „eine Geheimwaffe“ im Gepäck: Analysesoftware von SAP.

Damit könne sich das Team optimal auf die Gegner vorbereiten, meint DFB-Manager Oliver Bierhoff. Direkt nach dem Spiel habe man bereits detaillierte Statistiken zur Hand und könne den Spielern unmittelbar Feedback geben.

Weitere Unterstützung verspricht sich SAP vom ehemaligen Sportstudio-Moderator Dr. Michael Steinbrecher: Gemeinsam will man die Welt des Sports durch innovative Technologien und die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten von Daten verändern.

steinbrecherBig Data ist aus dem Sport nicht mehr wegzudenken. Jeder Trainer in fast jeder Sportart nutzt Daten vor, während und nach dem Wettkampf. Auch im Sportjournalismus ist Big Data längst angekommen, aber das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Wer den Sport verstehen und vermitteln will, muss wissen, was Big Data kann“, sagt Steinbrecher.

Durch die SAP-Technologie könnten Sportjournalisten erfahren, „auf welcher Grundlage Trainer künftig ihre Entscheidungen treffen werden.“ Außerdem ließe sich „schon bald ein ganz neues Erlebnis für Fans schaffen. Zuschauer erhalten vielleicht schon bald live im Web neben dem Spiel auch Echtzeit-Statistiken zu jedem Kicker“.

Statistiken gäbe es zwar schon lange, sagt Steinbrecher. Aber früher beschränkten sich die noch auf Tore, Torschüsse, gelbe und rote Karten. Heute lasse sich beispielsweise ableiten, welche individuellen Eigenschaften ein Spiel gedreht haben.

Die große, aktuelle Herausforderung sei, innovative Formen zu finden, die Datenjournalismus zum Erlebnis für User und Zuschauer machen. „Genau an dieser Nahtstelle praxisnah zu forschen, ist eine reizvolle Aufgabe“, erklärt Steinbrecher, heute Professor für Journalismus an der TU Dortmund.

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