13. Mai 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

„Elastische Speicher“ für die Big-Data-Ära


Neue Software-Defined-Speicherlösungen, die zu einer höheren Wirtschaftlichkeit des IT-Betriebs führen sollen, kündigt IBM an. Gleichzeitig seien Unternehmen damit in der Lage, auf jede Art von Daten zugreifen und diese verarbeiten zu können, egal, auf welchem Speichergerät und wo sie sich befinden.

Eine dieser neuen Technologien nennt sich „Elastic Storage“. Sie bietet laut IBM „eine bisher nicht gekannte Leistung und eine praktisch unbegrenzte Skalierung„. Indem Daten immer automatisch auf das wirtschaftlichste Speichersystem verschoben werden, können Speicherkosten in der Spitze um bis zu 90 Prozent reduziert werden.

Die Basistechnologie von Elastic Storage wurde für das „Jeopardy!-Quiz-Match“ zwischen dem IBM Watson-System und zwei ehemaligen Jeopardy! Champions genutzt. Während der Show hatte Watson Zugriff auf 200 Millionen Seiten strukturierter und polystrukturierter Daten und den Inhalten von Wikipedia.

sds_infographicDurch den Einsatz von Elastic Storage konnten die fünf Terabyte von Watsons Wissenbasis (was 200 Millionen Seiten entsprach) in wenigen Minuten in den Speicher des Computers geladen werden.

Mit der neuen Lösung sollen Unternehmen die stark wachsende Menge an Daten nicht nur verwalten, sondern Daten jeglicher Art lassen sich auch effektiver auswerten und nutzen. Hierbei ist es nicht relevant, durch welche Geräte, Sensoren, Geschäftprozesse oder auch sozialen Netzwerke sie erzeugt wurden.

Die neue Speichersoftware eigne sich vor allem für datenintensive Anwendungen, die einen Hochgeschwindigkeitszugang zu den enormen Datenvolumina erfordern. Dies ist beispielsweise bei Seismik, Risikomanagement und Finanzanalysen, Wettervorhersagen und der wissenschaftlichen Forschung allgemein notwendig, um den nächsten Schritt in kritischen Situationen bestmöglich zu planen.

Für Watson wurde die Software aufgrund ihrer Skalierbarkeit ausgewählt, da die theoretische Architekturbeschränkung auf tausende von Yottabytes ausgeweitet werden konnte und damit auch nach heutigen Maßstäben auf längere Zeit dem praktischen Bedarf genügt. Ein Yottabyte entspricht einer Milliarde Petabyte (10 hoch 24 Byte).

Im Kern basiert Elastic Storage auf der IBM Global File System-Software auf und bietet eine Online-Speicherverwaltung, skalierbaren Zugang und integrierte Data-Governance-Werkzeuge. Elastic Storage virtualisiert den Speicher und ermöglicht verschiedenen Systemen und Anwendungen einen Zugang zu gemeinsamen Speicherpools.

So kann ein transparenter, globaler Zugang zu Daten geschaffen werden, ohne Anwendungen zu modifizieren und ohne zusätzliche Speichermanagementsoftware. Da Elastic Storage kein zentrales Management für die Bestimmung der Dateiorten benötigt, haben Kunden auch im Falle eines Software- oder Hardwarefehlers einen kontinuierlichen und hochverfügbaren Zugriff auf die Daten.

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Übersicht dieses Artikels:
  1. SEITE 1: Elastic Storage für die Big-Data-Ära
  2. SEITE 2: Regulatorische Vorgaben werden erfüllt

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