16. Mai 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Leoni: Private Cloud sichert den Erfolg

Eine zeit- und sequenzgenaue Belieferung der Automobilindustrie ist für den Zulieferer Leoni das K.o-Kriterium für den Geschäftsserfolg. Weil für den Anbieter von Kabeln und Bordnetzsystemen die Anforderungen an Logistik und Prozesse immer komplexer wurden und sich geschäftskritische SAP-Anwendungen verlangsamten, entschied sich das Unternehmen zur Migration in die Private Cloud. Die Anwendungen laufen nun um 49 Prozent schneller und sind immer stabil verfügbar.

Die wichtigen Geschäftsprozesse des global tätigen Herstellers laufen auf insgesamt 80 SAP ERP- und SAP Supply Chain Management-Systemen. Um die komplexen Aufträge der Automobilbranche optimal und termingerecht ausführen zu können, setzt Leoni auf SAP for Automotive einschließlich SAP Just-in-Time (JIT) Process for Suppliers. Allerdings hatten die Server- und Speichersysteme, auf denen das Unternehmen diese Anwendungen bislang gehostet hatte, Mühe, mit dem Wachstum des Kabel- und Bordnetzspezialisten Schritt zu halten.

Gesucht war eine deutlich flexiblere Lösung

Dem Unternehmen war schnell klar, dass es nicht damit getan war, Speicherplatz auf anderen verfügbaren Servern zu nutzen. Man entschied sich in Kooperation mit IBM für die Implementierung eines komplett neuen Systems für die SAP-Anwendungen.

Kernkonzept war die Entwicklung einer skalierbaren Private-Cloud-Umgebung. Zudem sollten alle Workloads uneingeschränkt verschiebbar sein und die Kosten für Verwaltung, Wartung und Betrieb merklich sinken.

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Im Unternehmensbereich Wiring Systems entwickelt und produziert Leoni Kabelsätze und komplette Bordnetz-Systeme für die Fahrzeugindustrie.

„Ein Systemausfall wäre für unser Unternehmen inakzeptabel“, erklärt Bernhard Pluhatsch, Vice President Information Technology bei Leoni. Deshalb musste die Migration störungfrei ablaufen. In sieben Intensiv-Workshops entwickelten Leoni und IBM einen Plan zur Migration der geschäftskritischen SAP-Anwendungen.

Fristgerecht ging das auf ein Jahr terminierte Projekt dann über die Bühne. Um Ausfälle während der Geschäftszeiten zu vermeiden, wurden die Produktionssysteme ausschließlich an den Wochenenden migriert, Testmigrationen konnten auch unter der Woche stattfinden.

Die umfassenden SAP-Anwendungen des Nürnberger Herstellers laufen nun auf vier IBM Power 770 Servern unter dem Betriebssystem IBM AIX. Für die Produktionssysteme wurde eine hochverfügbare Konfiguration auf Basis von IBM PowerHA SystemMirror implementiert.

Gleichzeitig verteilte Leoni seine vier Server auf zwei Twin-Core-Rechenzentren. Im Katastrophenfall ermöglicht ein automatisches Failover durch IBM PowerHA so die Fortsetzung der Produktion.

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Übersicht dieses Artikels:
  1. SEITE 1: Leoni: Private Cloud löst Wachstumsbremse
  2. SEITE 2: Server-Virtualisierung bietet hohe Flexibilität

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