2. Juni 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

3D-Drucker: Noch fehlen Killer-Applikationen

Die Marktforscher von Juniper Research rechnen damit, dass im Jahr 2018 erstmals weltweit mehr als eine Million 3D-Drucker für den Heimgebrauch verkauft werden.

3D-Druck ist derzeit eines der Hype-Themen in der IT. Die Marktforscher von Juniper Research treten aber jetzt etwas auf die Euphorie-Bremse, zumindest was den Markt für 3D-Drucker im Privathaushalt angeht.

Obwohl die Preise für die neuartigen Printer fallen und kleinere Modelle auf den Markt kommen, rechnen sie mit einem verhaltenen Wachstum und gehen davon aus, dass erst im Jahr 2018 weltweit erstmals eine Million Consumer 3D-Drucker verkauft werden. Dieses Jahr erwarten sie gerade einmal 44.000 verkaufte Exemplare.

Erst für die Jahre nach 2018 prognostizieren die Marktforscher in ihrem Report Consumer 3D Printing & Scanning: Service Models, Devices & Opportunities 2014-2018 ein erheblich stärkeres Wachstum.

Attraktive Angebote für Privatnutzer fehlen

Gründe dafür sehen sie in einer größeren Anzahl von Anwendungsszenarien für den 3D-Druck sowie den Markt-Einstieg etablierter Druckerhersteller wie HP oder Canon. Damit würden auch die Preise für die Consumer-Drucker weiter sinken.

Derzeit gibt es laut Juniper Research erst sehr wenig attraktive Angebote an 3D-Geräten für Privatnutzer – und es fehlen die berühmt-berüchtigten Killer-Applikationen mit einem entsprechenden „Ökosystem“ aus Software, Apps und geeigneten Materialien.

Andererseits stellen die Marktforscher in ihrem Bericht fest, dass das gestiegene technische Wissen der Verbraucher es vereinfache, Interesse für neue Produkte und Anwendungen zu wecken.  Dies führt demnach aber nicht zwangsläufig zu einem steigenden Verkauf von 3D-Druckern.

Nitin Bhas, der Autor der Studie, kommentierte: „Entscheidend für den langfristigen Erfolg des 3D-Drucks im Privatgebrauch werden Killer-Anwendungen und geeignete Inhalte sein. Die Nutzer wollen einzigartige und personalisierte Gegenstände, die es nicht im Laden gibt.“

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