5. Juni 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

App-Stores in Banken: Warum sie Sinn machen

Bis 2016 führen 35 Prozent der Top Global 500 Banken einen eigenen Banking-App-Store für Kunden ein. Dies soll zu einer besseren Auffindbarkeit der Anwendungen führen und Kundenzufriedenheit sowie Umsätze steigern.

Das immense App-Wachstum macht auch vor dem Bankenwesen nicht halt. Der amerikanische Gewerkschaftsverband, Marketingexperten und Spezialisten der Branche sehen stehen laut dem IT-Forschungs-und Beratungsunternehmen Gartner vor allem zwei zentraln Herausforderungen:

Apps sind schwer zu finden

Einerseits gehen Banking-Apps in öffentlichen App-Stores in der Masse unter, anderseits verschlechtere sich auch ihre Auffindbarkeit auf den Webseiten der Banken, da diese immer mehr Apps einsetzen.

Laut Gartner könnte dem zweiten Aspekt eine intuitivere Suche entgegenwirken, denn die Apps seien oft nur nach Branche aufgelistet, was es dem Kunden erschwere, alle von der Bank angebotenen Apps zu sehen. Zudem seien meist die Beschreibungen unverständlich und vage.

Kristin R. Moyer Research VP

Kristin R. Moyer Research VP

Diese zwei Probleme können zu verringerten Umsatzerlösen und negativen Kundenerfahrungen führen, sagt Kristen Moyer, Research Vice President. Banken könnten ihr zufolge App-Stores nutzen, um die Auffindbarkeit von Apps zu verbessern – vorausgesetzt, dass sich Kosten und Aufwand lohnten.

Beurteilung des potentiellen Bedarfs eines Banking App Store

Die zwei wichtigsten Variablen bei der Bedarfsbeurteilung sind laut Gartner:

– Vollständige Anzahl der Apps und
– Vorhandensein einer Application Programming Interface- (API) Plattform.

Umso mehr Apps eine Bank einsetzt, umso schwieriger sei es für Kunden, die Richtige zu finden. Öffentliche Web-APIs kommen bei Drittentwicklern, Kunden, Partnern und Mitarbeitern zum Einsatz und dienen als Multiplikator für die Anzahl der von der Bank selbst eingesetzten Apps.

Gartner empfiehlt drei individuelle Strategien:

– App-Store: Ein App-Store, der auf Kunden abzielt, kommt im Einzelhandel und bei Investment- und Geschäftsbanken zum Einsatz. Dieser App-Store beinhaltet eine App-Beschreibung, Bewertungen, Support- und weitere Informationen. Dieser Banking-AppStore erlaube entweder direkte App-Downloads (beispielsweise für Android) oder leite zu offiziellen App-Stores wie iTunes weiter. Solche App-Stores eignen sich Gartner zufolge für Banken, die 15 oder mehr Apps einsetzen und für diejenigen, die eine API-Plattform verwenden.

– Webseiten-Umstrukturierung: Ist kein App-Store vorhanden, sollte die Webseite der Bank intuitiver und kundenfreundlicher gestaltet werden, so dass Kunden Apps schneller auffinden und ein Feedback geben können. Diese Lösung eigne sich für Banken, die zwischen zwei und 20 Apps einsetzen.

– Standard-Webseite: Dabei behalten Banken ihre Struktur bei. Die Apps seien nach Branche oder unter mobilem Banking aufgeführt. Diese Modell eigne sich für Banken, die nur eine App im Einsatz haben.

Evaluierung des Bedarfs

Aufgrund des rapiden App-Wachstums sollten die Verantwortlichen laut Gartner den Bedarf eines bankenspezifischen App-Stores bis 2015 evaluieren. Bis 2016 haben laut dem Unternehmen 25 Prozent der großen Banken App-Stores im Einsatz. Umso mehr Banken dies machen, umso stärker sei der Druck auf diejenigen, die noch keinen solchen Store im Einsatz haben.

Apps sollen weiterhin in den offiziellen Stores verfügbar sein

Die Verantwortlichen sollten weiterhin ihre Apps in den offiziellen App Stores anbieten – auch wenn diese in ihren eigenen zu finden ist, da Kunden an verschiedenen Orten suchen.

Weitere Informationen dem Bereicht „Where’s That App? The Rise of Banking App Stores“ finden Sie hier.

Hier schreibt CANCOM.info Redaktion für Sie

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