6. Juni 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Hacker schalten die Laternen aus

Immer mehr Gebrauchsgüter wie TV-Geräte oder Automobile vernetzen sich online. Und das nutzen auch Cyberkriminelle aus.

Heute infizieren sie nicht nur Smartphones mit Malware oder Kriminelle greifen Kreditkartendaten an den Bezahlterminals im Supermarkt ab, sondern es tauchen auch neue ausgefallene Angriffsmethoden auf, wie aus dem Sicherheitsbericht von Trend Micro zum ersten Quartal 2014 hervorgeht.

Cyberkriminelle entwickelten nicht nur ständig ihre Tarnung weiter, sondern interessierten sich auch immer mehr für die neue Welt des Internet der Dinge, erklärt Udo Schneider, Sicherheitsexperte von Trend Micro.

Seit 2010 werden zunehmend Bezahlterminals in Supermärkten mit Schadsoftware infiziert, darunter spektakuläre Fälle wie der Diebstahl von bis zu 70 Millionen Kundendaten beim US-Einzelhändler Target.

Infiziert schon vor der Auslieferung

Aufkommen gezielter Angriffe nach Branchen_TrendMicro 2014

Aufkommen gezielter Angriffe nach Branchen

Neben altbekannten Angriffszielen wie mobile Endgeräte tauchen in der Studie überraschende Angriffe auf. Trend Micro registrierte vermehrt Attacken auf Ziele wie softwaregesteuerte Beleuchtungsanlagen oder die Steuerungssysteme von Elektroautos.

Aber auch smarte TV-Geräte sind immer gefährdeter. Dies liegt, so die Studie, auch oft an den Herstellern, die ihre Produkte mit einem mangelhaften Design der Steuerungssoftware oder unzureichenden Sicherheitsprozessen und –praktiken ausstatten.

Fälle von bereits infizierten Geräten noch vor Auslieferung seien keine Seltenheit. Unter den Branchen sind laut Trend Micro nach wie vor Behörden am gefährdetsten.

Weitere Informationen zu den aktuellen Bedrohungen im ersten Quartal 2014 finden Sie hier.

Hier schreibt CANCOM.info Redaktion für Sie

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