3. Juni 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Wer hat die Nase vorn bei Openstack?

Openstack hat sich in den letzten Jahren für viele IT-Anbieter zum zentralen Standard entwickelt, auf dessen Basis die Technologien und Services für kommende Generationen hybrider Cloud-Umgebungen entwickelt werden. Doch welche Anbieter können ihren Kunden schon heute Openstack-Produkte liefern, die reif für den Enterprise-IT Einsatz sind?

Portrait_Carlo-150x150„Nachdem im letzten Jahr viele IT-Strategen und CIOs das offene Cloud-Management Framework OpenStack noch als reine Marketingblase abgetan und sich nicht weiter damit beschäftigt haben, zeigen eine Vielzahl an Releases und Investitionszusagen, dass Openstack sich zum de-facto Standard für hybride, herstellerunabhängige Cloud-Umgebungen entwickelt“, erklärt Carlo Velten von Crisp Research in seiner Analyse.

Mit IBM, HP und kürzlich auch Cisco haben sich laut Velten die führenden IT-Technologieanbieter klar zu Openstack bekannt und investieren jeweils rund 1 Milliarde US Dollar in Openstack. Federführend bei der Entwicklung der ersten Stunde „waren allerdings HP, Dell, Red Hat und die Chip-Hersteller AMD und Intel“.

Auch wenn Openstack noch nicht vollkommen ausgereift sei und derzeit eine Vielzahl unterschiedlicher Distributionen existiere, müsse man eine Wahrheit anerkennen – es gibt derzeit wohl keinen besseren bzw. alternativen Standard auf den sich eine solche Vielzahl an Technologieanbietern, Service Provider und Anwender einigen können.

HP habe mit dem Release der HP Helion Cloud ein klares Bekenntnis abgegeben. Auch IBM habe nach dem Beitritt zur Openstack-Community in 2012 massiv in die Weiterentwicklung der Technologie und die Adaption im eigenen Portfolio investiert.

Im März diesen Jahres ist auch Cisco dem 1-Milliarden-Dollar-Openstack-Club beigetreten. In den kommenden zwei Jahren will das Unternehmen eine weltweite, hybride Cloud-Infrastruktur auf Basis von Openstack aufbauen.

Auch Anwender sollten Expertise aufbauen

Teile dieser Infrastruktur sind schon heute in Betrieb und die Grundlage für die Entwicklung neuer Cisco Cloud-Dienste. Mit dieser strategischen Entscheidung werde deutlich, dass die dominierende Rolle von VMware langsam aufgebrochen werde.

Crisp Research geht davon aus, dass sich Openstack – „in Ermangelung von Alternativen“ – zum de-facto-Standard für private und hybride Clouds durchsetzen wird. Die breite Unterstützung auf Seiten der Technologieanbieter spreche schon heute dafür.

Aber auch Anwender sollten sich darüber Gedanken machen, Openstack als eine zentrale Technologiekomponente in ihre Cloud-Architekturen einzuplanen und entsprechende Expertise aufzubauen. Diese sei zwingend erforderlich. „Denn selbst wenn Openstack als Standard funktioniert, muss die Technologie immer noch implementiert werden!“

Spannend werde vor allem die Entwicklung der Beziehung der Openstack-Community zu dem anderen großen Plattform-Spieler: Microsoft. Microsoft sei mit dem Cloud-OS Azure und seiner immensen Partner-Basis das Gegengewicht zur wachsenden Openstack-Allianz.

Veltens Fazit: „Beide Plattformen haben ihre Vorteile und Stärken. Für die Anwender wäre es optimal, wenn Microsoft und Openstack noch stärker zusammenspielen würden. Dann wäre der Weg frei für eine Cloud ohne Vendor-Lockin!“

Den kompletten Beitrag von Crisp Rearch zu Openstack gibt es hier.

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