1. Juli 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

BMW testet berührungslose Q-Kontrolle

Industrie 4.0 bedeutet für die BMW Group keine menschenleere Produktion. Vielmehr will der Konzern die Mitarbeiter mit neuen Technologien optimal unterstützen. Jetzt wird ein Pilotprojekt zur berührungslosen Qualitätskontrolle, spezieller der Gestenerkennung in der Stoßfängerfertigung für die Serienproduktion, vorbereitet.

Kaum hat der Stoßfänger die Lackierstraße überstanden, wird er auf hundertprozentige Qualität geprüft. Jede Sollzustand-Abweichung wird von einem Mitarbeiter an einem PC dokumentiert. Ist der PC nicht am Prüfplatz angebracht, geht durch zusätzliche Laufwege wertvolle Zeit verloren.

Bei mehreren Abweichungen steigt die Komplexität der Dokumentation, da sich der Mitarbeiter mehr Details präzise merken muss.

Mit intelligenten Mensch-Roboter Systemen soll die Ergonomie am Arbeitsplatz verbessert werden

Harald Krüger, Mitglied des Vorstands der BMW AG erklärt: „Industrie 4.0 bedeutet für die BMW Group nicht eine menschenleere Produktion und auch nicht zwingend eine zunehmende Automatisierung. Es geht vielmehr darum, neue Technologien sinnvoll zu nutzen und zu vernetzen, um die Mitarbeiter in der Produktion und in den produktionsvorbereitenden Bereichen optimal zu unterstützen.“

In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut in Karlsruhe hat das BMW Group Werk Landshut ein berührungsloses System zur Gestenerkennung entwickelt, mit dem die Qualitätskontrolle der Stoßfänger verbessert wurde.

Funktionsweise der berührungslosen Qualitätskontrolle

Der Mitarbeiter muss die Abweichungen nicht mehr manuell im PC eingeben. Die Dokumentation wird vollständig vom System übernommen. Fehlerhafte Stellen werden vom Mitarbeiter mit dem Finger markiert. Eine Wisch-Geste über dem Bauteil markiert den Stoßfänger als einwandfrei.

Die Gesten werden anhand von reflektierten Infrarot-Strahlen erkannt. Über dem Arbeitsplatz werden zwei 3D-Kameras befestigt, die durch Infrarot-Licht ein unsichtbares Koordinatensystem im Raum schaffen. Das 3D-Modell des Stoßfängers wird im System hinterlegt und auf das Koordinatensystem übertragen.

Vorteile auf einem Blick:

  • Die Interaktion mit Gesten ist intuitiv und kann ohne Einlernzeit verwendet werden.
  • Der Mitarbeiter kann sich auf seine Arbeit besser konzentrieren.
  • Zusätzliche Geräte wie spezielle Brillen oder Mikrofone sind nicht nötig.
  • Das System beschleunigt den Prüfprozess.
  • Die Eingabe erfolgt punktgenau.
  • Der Mitarbeiter muss den Arbeitsplatz nicht mehr verlassen – Laufwege werden gespart.
  • Die Fehleranfälligkeit sinkt, da sich der Mitarbeiter keine komplexen Details für die Dokumentation merken muss.

 

Hier schreibt Alexander Hoffmann für Sie

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