8. Juli 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

„Mobility Tsunami“: Der Druck steigt

Fast alle Unternehmen in der DACH-Region nutzen mobile Endgeräte. Jedoch gibt es bei der Verwaltung und Betreuung gravierende Defizite.

Der Einsatz mobiler Endgeräte ist Alltag in den Unternehmen – allerdings ohne angemessene Betreuung und Wartung durch die IT-Abteilung. Das zeigt eine Untersuchung von Matrix42, in der 57 Prozent der 1.500 befragten Unternehmen angaben, keine adäquate Lösung für das Management mobiler Endgeräte zu haben.

„Viele IT-Abteilungen schauen dem Mobility-Tsunami derzeit leider ohnmächtig zu und müssen erkennen, dass ohne eine ganzheitliche Mobility-Strategie und geeignete Werkzeuge der Mobilitätsdruck aus den Fachabteilungen nicht in den Griff zu kriegen ist“, erklärt Oliver Bendig, CTO bei Matrix42.

Gründe für die schwierige Verwaltung mobiler Geräte

Grund für die Defizite ist die ausufernde Komplexität, die sich aus der neuen Mobilität der Anwender zwangsläufig ergebe. Drei Schwierigkeiten sind entscheidend:

Erstens geht mit einer mobilen Arbeitsplatzumgebung zwangsläufig eine schwer zu verwaltende Multi-Geräte-Umgebung einher.

Zweitens verschmelzen mit dem Einsatz mobiler Geräte der geschäftliche und private Bereich – beispielsweise dann, wenn sich Arbeitnehmer mit privaten Smartphones ins Firmennetzwerk einwählen.

Drittens müssen sich so Service-Desks und Administratoren mit unzähligen verschieden Endgeräten und Applikationen befassen, und eine Standardisierung rückt in weite Ferne.

50 Prozent nutzen kein Lizenzmanagement

SmartphoneBetriebssysteme

Die meisten Unternehmen setzten auf iOS . Quelle: Matrix42

Mehr als 30 Prozent der Befragten sehen als größte Herausforderung beim Arbeitsplatz-Management mit mobilen Geräten die Komplexität und Datensicherheit. 21 Prozent benennen die Trennung von privaten und geschäftlichen Daten als eines der entscheidenden Probleme.

Das größte Problem sind jedoch die Lizenzen für den Firmeneinsatz. Anwender erhalten die Apps nicht mehr genau geregelt via Software-Verteilung auf ihren PC installiert, sondern installieren die Apps selbst aus den jeweiligen App-Stores. Ganze 50 Prozent der Befragten nutzen kein Lizenzmanagement für die mobilen Geräte oder können nicht sagen, ob und wie dieses Problem in ihrer Firma gelöst ist.

Einfachheit als Lösung
Bendig empfiehlt der IT-Abteilung, bereits zu Beginn eines Mobility-Projektes eine Automation und Integration in den Service Desk zu berücksichtigen, um den Überblick zu behalten.

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