23. Juli 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

ThyssenKrupp: Aufzüge mit Cloud-Anbindung

Mithilfe des Internet der Dinge optimiert ThyssenKrupp die Verfügbarkeit seiner Aufzüge weiter. Intelligente und vernetzte Monitoring-Systeme sollen dabei Sicherheit und Zuverlässigkeit auf ein neues Level heben.

Dazu kommen vernetzte Sensoren an den Aufzügen zum Einsatz, die ihre Daten direkt in die Cloud senden. Diese Daten werden intelligent aufgearbeitet und den Servicetechnikern übersichtlich und zentral bereitgestellt.

Andreas Schierenbeck Thyssenkrupp

Andreas Schierenbeck sieht sein Unternehmen als Vorreiter. Quelle: ThyssenKrupp

Im Aufzugsgeschäft ein bisher einzigartiger Vorgang, so ThyssenKrupp Elevator CEO Andreas Schierenbeck: „Wir wollen über den branchenüblichen Standard an vorbeugender Wartung hinausgehen. Damit sind wir in der Lage, voraussagenden, ja sogar präventiven Service anzubieten.“

Nach Aussage der Weltgesundheitsorganisation werden im Jahr 2050 sieben von zehn Menschen in Städten leben – das sind drei Milliarden mehr als heute. Megacities sind ohne Hochhäuser undenkbar und Hochhäuser wiederum benötigen Aufzüge.

Aufzugswartung wird einfacher

ThyssenKrupp ist für die Wartung von weltweit 1,1 Millionen Aufzügen verantwortlich. Darunter einige der bekanntesten Bauwerke der Welt, wie das One World Trade Center in New York.

Das vernetzte Anlagenüberwachungssystem entwickelt ThyssenKrupp zusammen mit Microsoft und CGI. Die Lösung vereint verschiedene Systeme von Microsofts Plattform für das Internet der Dinge, wie Azure Intelligents System Service und Azure Machine Learning.

MS Soft Thys

Eine spezielle Software von Microsoft überwacht die Aufzüge in Echtzeit. Quelle: Microsoft

CGI entwickelt als Partner von ThyssenKrupp mithilfe dieser Anwendungen eine sichere Verbindung zwischen den Aufzügen und der Cloud. Die Daten liefern dabei Tausende von Überwachungssensoren: Von der Temperatur des Antriebsmotors über die Schachteinstellung bis zur Kabinengeschwindigkeit und Türfunktion liefern diese Systeme einen umfassenden Überblick über den Status Quo eines Aufzugs.

Echtzeit-Daten verhindern Ausfälle

Microsoft CEO Satya Nadella erklärte auf der Microsoft Worldwide Partner Conference in Washington, DC am 16. Juli: „Damit ist dies für unsere Kunden wirklich das Internet der eigenen Dinge. Zum ersten Mal bieten wir eine effiziente und kostengünstige Lösung an, um die Produkte unserer Kunden per Computer zu vernetzen und ihre Daten übersichtlich aufzubereiten. Das klingt alles vielversprechend und folgt einem einfachen Zweck: Es wird das Geschäftsmodell völlig verändern.“

Anstatt auf eine Störung zu reagieren, greifen Servicetechniker nun auf Echtzeit-Daten zurück. Damit agieren sie bereits vor einem Ausfall des Aufzugs entsprechend. Da das System nicht nur Daten bereitstellt, sondern auch empfängt, versetzen Techniker einen Aufzug auch aus der Ferne in den Diagnose-Modus oder parken ihn auf einer bestimmten Etage. All dies führe zu weniger Anfahrtszeiten, mehr Effizienz und geringeren Kosten.

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