5. September 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

The next big thing: 4D-Druck

Bisher hat noch kein großer Druckerhersteller einen eigenen 3D-Drucker in seiner Produktpalette. Da tüfteln Entwickler schon am 4D-Druckverfahren.

Die Materialien machen den Unterschied. Im Gegensatz zum 3D-Druck wird beim 4D-Druckverfahren mit Materialien gearbeitet, die ihre Eigenschaften und ihr Verhalten verändern können, angeregt durch externe Impulse wie Temperaturveränderungen.

Technical Insights Research Analyst Jithendranath Rabindranath vom Marktforschungsunternehmen Frost & Sullivan konstatiert: „Der 4D-Druck ist eine Erweiterung des 3D-Drucks und ist herkömmlichen Produktionsverfahren weit überlegen in Bezug auf Leistung, Effizienz und Qualität. Er ermöglicht die Herstellung neuer Produkte mit verbesserten Fähigkeiten.“

Viele Branchen profitieren

Studie 1

Wo 4D-Druck in den nächsten Jahren zum Einsatz kommen soll. Quelle: Frost & Sullivan

Vom 4D-Druckverfahren sollen verschiedene Industriebereiche profitieren. In naher Zukunft könnten damit Objekte erstellt werden, die von menschlichen Organen bis hin zu Bauteilen in der Luftfahrt oder Automobilindustrie reichen. Einer Studie von Frost & Sullivan zufolge werden besonders die Branchen Luftfahrt, Verteidigung, Automobil und der Gesundheitsbereich die ersten sein, die 4D-Druck einsetzen.

Es gibt noch viel zu tun, denn die 4D-Druck-Technologie befindet sich in einem frühen Entwicklungsstadium und wurde noch nicht für Anwendungen im großen Maßstab getestet.

Dennoch zeigt sich Rabindranath optimistisch: „Sobald die Technologie einige Jahre lang als Massenprodukt vermarktet worden ist, werden die Kosten für den Einsatz von 4D-Druckverfahren fallen, was dazu führen wird, dass Unternehmen aus den verschiedensten Industrien diese neue Technologie in ihre Produktionsprozesse integrieren werden.“

Bildquelle Featured Image: 3D Printer at the Fab Lab von Keith Kissel

Hier schreibt Wolfgang Emmer für Sie

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