17. September 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren
Big Data Vendor Benchmark 2015 von Experton

Analysten nehmen Big-Data-Anbieter unter die Lupe

Der Big-Data-Markt wird nach Schätzungen der Experton Group bis 2019 auf ein Volumen von 3.198 Millionen Euro wachsen. Das entspräche einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum um 23,75 Prozent. Damit bliebe „Big Data“ eines der wichtigsten IT-Themen für die kommenden Jahre.

Weil „Big Data“ eine Weiterentwicklung vorhandener Technologien sei, befindet sich auch „Big Data“ in einem Wandel. So entstehen laut Experton beispielsweise durch „Industrie 4.0“ wiederum neue Daten, die in komplexe Nutzungsszenarien eingebunden werden könnten. Somit werde auch das Thema Industrie 4.0 den Big Data-Markt in den nächsten Jahren deutlich treiben.

pm-2014-09-17-01Im „Big Data Vendor Benchmark 2015 für Deutschland“ nahm Experton den kontinuierlich wachsenden Markt für Produkte und Dienstleistungen für Big-Data-Projekte unter die Lupe. Das Wachstum sei auch an der steigenden Anzahl von Anbietern zu erkennen.

Waren es im Vorjahr noch nur 138 Unternehmen, so konnten für den vorliegenden Benchmark knapp 250 Unternehmen gezählt werden, bei denen „Big Data“ Bestandteil der Produkt- und Service-Strategie oder der Unternehmenskommunikation ist.

pm-2014-09-17-04Hiervon wurden 121 Anbieter als relevant für den Big Data Vendor Benchmark 2015 in Deutschland identifiziert. Das Angebot dieser Anbieter weise die Spezialisierung von Produkten und Services hinsichtlich der mit Big-Data-Szenarien verbundenen Herausforderungen auf.

Der Markt verändert sich

Wurde bislang Big Data insgesamt eher technisch diskutiert, zeige sich nun ein Wandel hin in Richtung Geschäftsorientierung, stellt Experton fest. Zunehmend würden Vorgehensmodelle, Analysekonzepte und strategische Konzepte veröffentlicht, wie Unternehmen das Potenzial der Big Data-Lösungen für ihren Geschäftserfolg nutzen können. Dies könne helfen, die bisherige Zurückhaltung vieler Unternehmen zu überwinden und Informationsbarrieren zu reduzieren.

In einigen Bereichen – darunter Storage und Appliances – habe der Markt eine gewisse Reife erlangt. Nachholbedarf bestehe dagegen im allgemeinen Projektberatungsgeschäft.

Data Scientists müssen eingebunden werden

Ein weiteres Ergebnis: Die Ära der Geschäftsentscheidungen auf der Basis einfacher Reports, die aus gefilterten und vorsortierten Daten entstehen, gehe zu Ende. Es geht nicht mehr um das bloße Zählen und Vergleichen von KPIs, sondern darum, die KPIs in einen statistisch relevanten und statistisch signifikanten Zusammenhang mit allen zugehörigen Informationen zu bringen. Damit ließen sich wirklich neue Erkenntnisse gewinnen.

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Holm Landrock, Senior Advisor bei Experton

„Erkenntnisse, die aus Big-Data-Analysen gewonnen werden, müssen auf Relevanz geprüft und statistische Fallstricke von Data Scientists erkannt werden. Sonst hören wir demnächst, dass das Abschneiden bei PISA-Tests mit der in Facebook bekanntgegebenen Schuhgröße zusammenhängt“, so Holm Landrock, Senior Advisor bei der Experton Group und Leiter des Big Data Vendor Benchmark Projektes.

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