22. September 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Die Cloud: „IT zum Atmen“

In den meisten mittelständischen Unternehmen zählt IT-Know-how nicht zu den Kernkompetenzen. Die Herausforderungen heißen vielmehr: optimaler Service, Wachstum und Innovationen. Dabei ist die IT allerdings wichtiger Bestandteil der Wertschöpfungskette. Cloud Computing weist den Weg aus dem Dilemma.

Viele mittelständische Betriebe leisten sich nur eine kleine oder gar keine IT-Abteilung. Dabei hängt der Geschäftserfolg – wie in Großunternehmen auch – zu großen Teilen von leistungsfähiger Hard- und Software ab. Denn KMU müssen innovative Produkte auf den Markt bringen, Geschäftsprozesse optimieren und kostengünstig produzieren, um konkurrenzfähig zu sein.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, entscheiden sich viele Firmen inzwischen für die Inanspruchnahme von IT-Dienstleistungen aus der Cloud. Dazu zählen nicht nur Anwendungen, sondern auch Server, Storage-Landschaften und komplette Netzwerkinfrastrukturen. Der Vorteil: Investitionen in eigene IT-Infrastrukturen und deren Betrieb entfallen.

Aus Ideen werden Produkte

Mehr noch: Mit Cloud Computing werden aus Ideen schneller handfeste Produkte. Denn die Technologie hat sich zu einem wichtigen Werkzeug für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle entwickelt. Sie lassen sich durch die flexible Nutzung von IT-Leistungen wie Speicherplatz, Rechenkapazität oder Software aus der Cloud realisieren. Zudem können kleine und mittlere Firmen damit IT-Werkzeuge bedarfsgerecht und unmittelbar nutzen, die bislang für sie kaum erschwinglich waren.

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„Die Cloud macht Betriebe nicht nur effizienter, sondern auch experimentierfreudiger“, sagt Peter Wüst, Director Strategic Pathways der NetApp Deutschland GmbH.

Diese Vorteile haben viele Unternehmen erkannt: Laut dem Cloud-Monitor 2014 von KPMG und Bitkom Research setzen bereits 40 Prozent der Unternehmen in Deutschland auf Cloud-Lösungen. Die Technologien unterstützen vor allem dort neue Geschäftsmodelle, wo große Datenmengen verarbeitet werden. In der Medizin nutzen Ärzte Cloud-Angebote, um rechenintensive dreidimensionale Bilder aus Kernspintomografen zu verarbeiten. Dabei wählen sie auf einem virtuellen Marktplatz diejenigen Cloud-Ressourcen und -Leistungen aus, die für die Analyse der Kernspin-Bilder am besten geeignet sind.

Öffentlich zugängliche Informationen und geschützte Patientenakten wollte der Malteser Hilfsdienst e.V. über eine Plattform permanent und schnell verfügbar machen. Der Verein entschied sich deshalb für eine hybride Cloudlösung. Die hybride Cloud vereint das Beste aus zwei Welten: Sie kombiniert öffentlich über das Internet zugängliche Services mit dem Private-Cloud-Modell, bei dem alle IT-Dienste, Virtualisierungstechniken und Infrastrukturen im eigenen Rechenzentrum betrieben werden.

Ein System für alle Services

Mit dem hybriden Modell erhielt die Hilfsorganisation „ein System für alle Services“. Und egal wo die Mitarbeiter gerade unterwegs sind, erhalten sie Zugriff auch auf große Datenmengen, um Patienten vor Ort helfen zu können. Dafür hat die IT-Abteilung eine hochverfügbare Private Cloud-Infrastruktur für den gesamten Verbund aufgebaut und sie gezielt durch Angebote aus der Public Cloud ergänzt. Alle kritischen Anwendungen – wie Krankenhaus-Informationssysteme oder medizinische Applikationen – werden in der Private Cloud betrieben.

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NetApp bietet eine innvovative Storage- und Datenmanagementplattform, um Daten sicher und uneingeschränkt zwischen Public und Private Clouds zu verschieben. Damit können Unternehmen auf Hybrid Cloud-Architekturen umsteigen.

Ein innovatives Speichersystem von NetApp, einem führenden Hersteller von Storage-Systemen und -Software, ist dabei zuständig für die sichere und zuverlässige Verwaltung von rund 300 Terabyte Daten. Ein Highlight: Die Lösung priorisiert Workloads nach tatsächlichen Nutzungsmustern und macht sie für entsprechende Gruppen zugänglich.

Auch in der Landwirtschaft kommen Cloud-Lösungen zum Einsatz. Die Landwirte rüsten ihre Erntefahrzeuge mit einem Tablet Computer und einer entsprechenden App aus, die per GPS ihre Position feststellt sowie über Mobilfunk mit einer elektronischen Plattform in der Cloud kommuniziert. Über die App kontrolliert der Landwirt den Ernteprozess wie auf einem Navigationssystem. Zusätzlich dokumentiert sie spezifische Daten, wie etwa die angefallene Erntemenge oder den Dieselverbrauch. Damit entfallen die bisher üblichen handschriftlichen Belege auf Papier. In der Cloud werden alle Daten gespeichert und verarbeitet. So lassen sich Prozesse besser planen und Ressourcen effizienter einsetzen.

„Die Cloud macht Betriebe nicht nur effizienter, sondern auch experimentierfreudiger. Denn die Anwender können IT-Leistungen nach Bedarf beziehen und bezahlen; sie können Systeme jederzeit skalieren und standortunabhängig arbeiten. Das ist IT zum Atmen“, erklärt Peter Wüst, Director Strategic Pathways der NetApp Deutschland GmbH.

Die Daten immer im Griff

Ein wichtiger Aspekt darf allerdings nicht vergessen werden: Rechtskonformität. In Deutschland überwachen strenge Gesetze, dass geschäfts- oder steuerkritische Daten vorschriftsmäßig gesichert und revisionssicher archiviert werden. Für viele IT-Prozesse, beispielsweise in den Bereichen Gesundheit oder Finanzen verlangt der Gesetzgeber zudem höchste Datenverfügbarkeit und Geschäftskontinuität. Bei Datenspeichersystemen muss deshalb sichergestellt sein, dass sie zu immer komplexeren Gesetzen konform sind und sich im Cloud-Zeitalter in immer vielfältigere Umgebungen integrieren lassen.

Zudem muss die Souveränität über die digitalen Daten eines Unternehmens immer gewährleistet sein. Sie umfasst den Schutz und die Sicherheit ebenso wie die uneingeschränkte Verfügbarkeit der Daten. NetApp beispielsweise investiert in die „Cloud – made in Germany“ und schafft damit Sicherheit und Kontrollmöglichkeiten für die Kunden.

Hier schreibt Heide Witte für Sie

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