15. Oktober 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Facebook-Gründer will Inder ins Netz bringen

Facebook nutzt bei uns mittlerweile fast jeder. In Indien hat Gründer Mark Zuckerberg noch viel Arbeit vor sich.

Mark Zuckerberg rührt die Werbetrommel für Facebook weiter. Dieses Mal in Indien. Und weil der Facebook-Gründer nahezu keine Grenzen sieht, die Welt des Internets nach seinem Gusto zu formen und zu verändern, versucht er sich dieses Mal in der indischen Politik. Denn damit eine Milliarde Inder auf Facebook plauschen können, brauchen sie zuerst einmal die notwendige Infrastruktur.

Mark Zuckerberg

Facebook-Gründer Zuckerberg will die Inder ans Netz bringen. Quelle: nevil zaveri mobile, omkareshwar

„In Indien sind 243 Millionen Menschen online, davon haben 100 Millionen einen Facebook-Account“, sagte Zuckerberg. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass mehr als eine Milliarde Inder noch keinen Zugang hätten.

Analphabetismus: ein neues Problem

Um über die Thematik zu besprechen, 600.000 Dörfer besser zu vernetzen, besser gesagt, erstmalig ins Netz gebracht werden, traf sich Zuckerberg mit Indiens Premierminister Narendra Modi.

Das fehlende Geld für internetfähige Handys und die Netzabdeckung sind aber nicht Zuckerbergs einziges Problem. Denn was nützt das beste Internet und insbesondere Facebook, wenn man keiner Sprache mächtig ist. Alleine die Sprachbarrieren in Indien zu überwinden und so tatsächlich alle Menschen mit Internetzugang für Facebook zu begeistern, stellt eine weitere riesige Herausforderung, nicht nur für Zuckerberg, dar.

Ob Zuckerbergs Anstrengungen den Indern das Internet wirklich schneller bringt, ist fraglich. Ein positiver Nebeneffekt könnten aber sich entfachende Debatten über Analphabetismus sein.

Quelle Featured Image: Pixabay.

Hier schreibt Wolfgang Emmer für Sie

Mehr Artikel vom Autor

Lesen Sie weiter auf CANCOM.info