1. Oktober 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Microsoft überspringt ein Windows

Windows 8 schwächelt in Unternehmen – doch waren es nur Details. Scheinbar will Microsoft nun schnell vom aktuellen Windows Abstand nehmen.

Viele Anwender wissen noch nicht einmal, wie Windows 9 überhaupt aussehen soll, da stellte Microsoft schon am 1. Oktober 2014 die Technical Preview von Windows 10 vor. Vielleicht will Microsoft das Kapitel Windows 8 so schnell wie möglich hinter sich lassen, da das 8er Windows besonders für Business-Kunden nicht wirklich attraktiv war. Marktforschern zufolge sollen nur 20 Prozent der Firmenkunden Windows 8 installiert haben, das seit zwei Jahren auf dem Markt ist.

Spätestens mit Windows 10 soll sich das wieder ändern. Doch wie wird es aussehen? Abgesehen von den neuen Dateiexplorer-Icons wollen die Redmonder noch reichlich mehr bewegen.

Nur noch als Cloud-Betriebssystem?

Im Netz gibt es bereits Gerüchte, ob es Windows 10 in die Cloud zieht. So könnte schon das übernächste Windows kein lokal gespeichertes PC-Betriebssystem im klassischen Sinne mehr sein, sondern nur noch in der Daten-Cloud laufen. Obwohl 95 Prozent der User einen Internetzugang haben, lassen die Gerüchte jedoch offen, wie gerade in Infrastruktur-schwachen Regionen dies funktionieren soll.

Die Neuerungen im Überblick

Bei dem vorgestellten Windows 10 handelt es sich natürlich noch nicht um die endgültige, sondern um eine reine Testversion für Entwickler. Dennoch lässt sie erahnen, wie das übernächste Windows aussehen könnte und welche neuen Features Einzug finden.

Eine interessante Neuerung ist das Benachrichtigungscenter, wie es schon in MacOS existiert. Das lässt auch vermuten, dass Cortana wohl Einzug in das neue Windows Einzug findet. Ein weiteres Feature sind die Mulit-Desktops, die Anwendern, wie bereits von Linux bekannt, erlauben, mit verschiedenen Arbeitsflächen zu Arbeiten.

Microsoft will im übernächsten Windows über alle Endgeräte den gleichen Kern mit einem unterschiedlichen UI anbieten. So hat man beispielsweise auf dem Tablet ein ebenso vollwertiges Windows wie auf dem Desktop, nur auf dem einen Device eben die Kacheln, auf dem anderen den Desktop. Dieser Ansatz ist laut dem IT-Marktanalysten und Microsoft-Experten Axel Oppermann vielversprechend: „Hierdurch wird ermöglicht, eine Vielzahl von Anwendungen und Apps auf allen Geräten geschmeidig und wiederspruchfrei zu Nutzen. Sollte dieses Konzept aufgehen, es also von den Anwendern angenommen werden, kann sich Microsoft gegenüber anderen Anbietern einen entscheidenden Vorteil erarbeiten.“

Charms Bar is back

Auch das neue Startmenü, das bereits in Windows 9 erscheinen soll, wird vermutlich in der 10er-Version zum Einsatz kommen und so aussehen: Links die altbekannte Windows 7 Programmleiste; auf der rechten Seite die App-Kacheln von Windows 8. Im Startmenü findet sich nun auch wieder ein Button zum Herunterfahren, aber nicht wie gewohnt unten, sondern am oberen Rand neben dem Benutzer-Symbol.

Ebenso kehrt die Charms-Bar aus Windows 8 wieder in Windows 10 zurück – allerdings weitaus sinnvoller verpackt: Nun befinden sich die Funktionen der Bar in der Menüleiste der Metro-App-Menüleiste – klickt ein Anwender auf einen Button, kann er so Inhalte suchen, teilen, drucken und noch mehr.

2015 soll das übernächste Windows erscheinen. Die Preise sind noch nicht bekannt.

Quelle Featured Image: Flickr: Zach Dischner, CC BY 2.0

 

Hier schreibt Wolfgang Emmer für Sie

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