7. Oktober 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Mehr Power für Big Data und Analytik

Weltweit werden täglich bis zu 2,5 Trillionen Bytes an Daten erzeugt werden. Um Nutzen aus diesen Datenmengen zu ziehen, sind entsprechende Infrastrukturen nötig. IBM stellt eine Reihe neuer Systeme vor, die sehr große Datenmengen besonders schnell verarbeiten können.

Mit einem bis zu 20 Prozent besseren Preis-Leistungs-Verhältnis gegenüber Intel Xeon v3-Prozessor-basierten Wettbewerber-Systemen sollen Kunden damit hochwertige Alternativen zu Commodity-Standard-Servern erhalten.

Commodity-Server basieren auf proprietärer Prozessor-Technologie und stoßen bei Big Data-, Cloud- und Mobile-Anwendungen immer mehr an ihre Grenzen. IBM setzt auf eine neue, datenzentrische Herangehensweise, welche sich der Bausteine der OpenPOWER Foundation bedient. Die OpenPOWER Foundation-Mitglieder arbeiten daran, die offene Architektur der POWER-Prozessoren für branchenübergreifende Innovationen zu nutzen.

IBM_E870

IBM Power System E870

„Unser Geschäftsmodell der offenen Innovationen und unsere Herangehensweise mit OpenPOWER soll Alternativen zu Anbietern von geschlossenen, proprietären Lösungen, die innerhalb der Mauern eines einzigen Unternehmens produziert werden, aufzeigen“, sagt Doug Balog, General Manager Power Systems der Systems Technology Group von IBM.

Die neuen IBM Power S824L Server bauen auf dem IBM POWER8-Prozessor auf, dem ersten Prozessor, der speziell für besonders anspruchsvolle Big Data-Anwendungen entwickelt wurde.

OpenPOWER für extreme Rechenleistungen

Die neuen Systeme integrieren die Technologien von IBM und anderen OpenPOWER-Mitgliedern, so etwa erstmals die GPU-Beschleunigungstechnologie von NVIDIA. Diese Technologie soll eine besonders hohe Rechenleistung ermöglichen und kann damit etwa Banken helfen, Risiken besser zu analysieren, Energiekonzernen, Öl-Reserven präziser zu orten und Medizinern, schneller Heilmittel für Krankheiten zu finden.

Da die Power S824L-Systeme auf dem OpenPOWER-Stack basieren, haben Kunden die Möglichkeit, datenintensive Aufgabenstellungen auf dem POWER8-Prozessor laufen zu lassen und zeitgleich Big Data-Anwendungen auf die GPU-Beschleuniger zu verlagern. Diese seien in der Lage, Millionen von Rechenvorgängen parallel zu verarbeiten und rechenintensive Anwendungen erheblich zu beschleunigen.

Um Vorteile aus der GPU-Beschleunigung auf Power Systemen zu ziehen, wird IBM Big Data Enterprise-Anwendungen optimieren, darunter auch die IBM DB2 Datenbank-Software mit BLU Acceleration. Des Weiteren arbeitet IBM daran, die Power-Versionen häufig genutzter GPU-beschleunigter Anwendungen zu verbessern für die Nutzung in Bereichen wie der Bioinformatik, Verteidigung, Molekulardynamik, im Finanzwesen oder bei der Erstellung von Wettermodellen.

Zukünftige Versionen der IBM Power Systems sollen mit der NVIDIA NVLINK-Technologie ausgestattet werden, sodass Daten zwischen CPU und GPUs nicht mehr über die PCI-Express-Schnittstelle ausgetauscht werden müssen. Stattdessen können NVIDIA GPUs auf IBM POWER CPU Memory in voller Bandbreite zugreifen, was die Leistung vielzähliger Enterprise-Anwendungen verbessern wird. Solche Systeme werden voraussichtlich 2016 erhältlich sein.

Mehr Informationen zu neuen Servern von IBM gibt es hier.

Hier schreibt CANCOM.info Redaktion für Sie

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