16. Oktober 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren
Vom Point of Sale zum Point of Service

Shopping2020: Stationär und online aus einem Guss

Im neuen „weShop“ zeigt CANCOM den Point of Sale der Zukunft: den ersten begehbaren E-Commerce-Shop. Stationäre Händler erhalten damit alle Möglichkeiten, die bislang nur Online-Shops vorbehalten waren.

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Werner Schwarz, Director Solution Sales bei CANCOM, bei der Präsentation des neuen weShop.

In einem intelligenten Verkaufsraum „zum Anfassen“ werden im weShop auf knapp 50 Quadratmetern innovativer Ladenbau, Lichtgestaltung und digitaler Einkaufskomfort verbunden. „Der Point of Sale wird im Shop der Zukunft dabei zum Point of Service”, fasste Werner Schwarz, Director Solution Sales bei CANCOM, das Projekt anlässlich der Präsentation vor rund 40 Fachjournalisten zusammen.

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Der Shop von innen.

Der weShop ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen der Marketing-Agentur Serviceplan, dem Ladenbauspezialisten Vitrashop und CANCOM. Als Technologiepartner waren u.a. Cisco, Apple und NEC beteiligt. Das Projekt wurde in einer Rekordzeit von nur acht Wochen umgesetzt.

„Eine Herkules-Aufgabe“, so Dr. Amir Fattah, Director Cisco Consulting Services. “Entstanden ist damit nicht nur ein Shop der Zukunft, sondern eine Lösung mit Technologie aus einem Guss“, ergänzt Schwarz.

Denn der Shop bietet ein einzigartiges Omnichannel-Konzept, weil der Kunde an jedem Touchpoint zwischen digitaler Technologie und klassischem Einkaufsverhalten wählen kann. Dadurch ist er in der Lage, seine individuelle, vernetzte Customer Journey zu gestalten.

Weltpremiere: Voice- & Video-Collaboration in der App

Der „echte“ Videoberater auf dem Smartphone

„Eine Weltneuheit im weShop ist die in eine App integrierte Voice- & Video-Collaboration-Technologie, die es dem Kunden ermöglicht, sich auch von unterwegs mit nur einem Klick mit einem echten Produktberater zu verbinden und personalisiert beraten zu lassen“, so Schwarz. Dabei handelt es sich um eine der ersten Inhouse-App-Shopping-Lösungen weltweit – als ein Szenario, in dem der Kunde vor Ort im Laden seine eigene App für die Kommunikation mit dem Shop beziehungsweise einem persönlichen Berater bereitgestellt bekommt.

Komplett vernetzt

Technologische Basis des Store ist ein Unified Communication-Netzwerk, das die Rolle des zentralen Informationssystems im Shop übernimmt. Der Shopbetreiber kann damit Kundendaten wie etwa die getätigten Einkäufe und Bewegungsprofile im Internet und im Laden aggregieren. Hierfür wird von jedem Kundenkontakt ein Profil erstellt, in denen die Kundenberater auf einen Blick alle relevanten Informationen vorfinden.

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Auf Tablets werden passende Produkte angezeigt.

Die gesammelten Daten werden auch dazu genutzt, um dem Kunden auf Tablets passende Accessoires oder alternative Produkte zu den ausgestellten Kleidungsstücken anzubieten. Auf diese Weise kann er nicht nur aus den direkt verfügbaren Produkten, sondern aus dem breiten Angebot des Online-Shops wählen. Vernetzt sind die einzelnen Tablets sowie die Smartphones der Kunden mittels der sicheren Netzwerk-Technologie des Cisco Unified Wireless Network.

Die Customer Journey im Detail

Home-Situation: Zuhause hat der Kunde die Möglichkeit, online im weShop einzukaufen. Anders als in vielen anderen Online-Shops kann er dabei live und in Echtzeit mit Beratern kommunizieren.
Im Shop: Hier wird der Kunde nicht mit 0815-Werbung begrüßt, sondern mit individuell auf seinen Geschmack zugeschnittenen Anzeigen. Die großen Displays zeigen Angebote, die sich nach dem Muster „Das könnte Sie auch interessieren“ an den bisherigen Käufen orientieren.

Marketing via Beacons: Im stationären Shop kommt unter anderem auch die Beacon-Technologie zum Einsatz, die auf Bluetooth basiert. Über die Beacons werden Besucher beim Betreten des Geschäftes begrüßt, bekommen interessenspezifische Produktinformationen per großflächigen Digital Signage Displays von NEC angezeigt oder diese auf ihr Smartphone geschickt. Dieselbe Technik bietet weitere Möglichkeiten: Indoor-Navigation, Kombination mit einer digitalen Kundenkarte für Bonus-Aktionen oder automatisierte Individual-Rabatte.

Die schlaue Ausstattung

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Eine Umkleide der neuen Art.

In der Hightech-Umkleidekabine liest ein in die Wand eingelassener RFID-Reader die RFID-Chips an den Kleidungsstücken aus und erkennt, welche Produkte der Kunde anprobieren will – Daten, die wiederum in Echtzeit analysiert und ausgewertet werden. Die Kleider werden dabei auf einem Touchscreen angezeigt, der auf Basis des Kundengeschmacks Kombinationsmöglichkeiten mit weiteren Produkten darstellt.

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Check-Out und Beratung

An der Kasse angelangt, werden die gewählten Kleider beim Check-out ebenfalls per RFID eingelesen und auf Wunsch der Kaufpreis berechnet. Ähnlich dem Screen in der Umkleidekabine erhält der Kunde aber auch hier noch Beratung und Informationen über alternative Produkte, verfügbare Größen oder passende Accessoires.

Flexible Lösung

„Unsere Kunden aus den verschiedenen Branchen wollen Patentrezepte. Sie sprechen dabei wenig von IT, sondern sie sprechen `Marketing` oder `Sales`“, sagt Schwarz. CANCOM bietet deshalb für unterschiedliche Bereiche entsprechende Lösungen an. Der weShop ist so flexibel, dass er „in wenigen Stunden beispielsweise zum Versicherungsbüro umgebaut werden kann“, erklärt der Retail-Experte.

Hier finden Sie alle Informationen zu den Retaillösungen von CANCOM sowie den Weg, um sich den Showroom persönlich anzuschauen.

Hier schreibt Heide Witte für Sie

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