14. Oktober 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Soziale Medien machen E-Mails Konkurrenz

WhatsApp, Facebook und Co. dominieren bei der privaten Kommunikation. Doch verschwindet die E-Mail?

Volle Email-Posteingänge sind im Berufsleben ganz normal: 18 Mails empfängt der Durchschnittsdeutsche am Arbeitsrechner täglich. Jeder zehnte Berufstätige erhält täglich sogar 40 oder mehr Nachrichten.  Doch privat schaut die Welt schon wieder ganz anders aus, wie eine Bitkom-Umfrage zeigt.

Rohleder

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder: „Die Zukunft der E-Mails liegt eher in der beruflichen Nutzung.“ Quelle: Bitkom

„Private Emails werden zunehmend ersetzt durch internetbasierte Messaging-Dienste wie WhatsApp, iMessage oder soziale Medien“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder und ergänzt: „Die Zukunft der E-Mails liegt eher in der beruflichen Nutzung.“

Stirbt die E-Mail aus?

In seiner Freizeit verschickt nur rund jeder Fünfte User (22 Prozent) zwischen 14 und 29 Jahren jeden Tag E-Mails. Auf alle Altersgruppen verteilt sind es nur elf Prozent. Auf die Woche gerechnet erhöhen sich die Werte: 28 Prozent verschicken mehrmals die Woche private E-Mails, 36 Prozent mailen wenigstens einmal die Woche.

Fast die Hälfte der Befragten (42 Prozent) erwarten, dass sie in zehn Jahren E-Mails für den Kontakt zu Freunden und Bekannten kaum noch nutzen werden. Gleichzeitig glauben nur 26 Prozent, dass sie in zehn Jahren insgesamt – also egal ob privat oder beruflich – deutlich weniger E-Mails versenden als heute.

E-Mail-Overload reduzieren

Doch die E-Mail wird nicht verschwinden: „Die E-Mail ist aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Das Mail-Aufkommen hat sich in den vergangenen Jahren erhöht, obwohl sich viele Unternehmen Gedanken über die zunehmende Belastung der Beschäftigten machen und versuchen, die Anzahl der E-Mails zu reduzieren“, fügt Rohleder hinzu.

Vielleicht ist der Chat bzw. ein Chat-ähnlicher Posteingang für die geschäftliche Konversation genau die Lösung, um Kommunikationen transparenter zu machen und lange E-Mail-Antwortketten zu vermeiden.

Quelle Featured Image: mkhmarketing Growing Social Media

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