19. November 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren

Die digitale Polizeistreife

Ein Security-Roboter scannt und überwacht das Geschehen. Seine Einsatzorte sind vielseitig.

Polizeistreifen – vor allem zu Fuß – sind notwendig, aber teuer. Sie dienen primär der Abschreckung und Überwachung. Doch an allen (notwendigen) Orten können sie nicht sein, da die Ressourcen zu knapp sind.

Abschrecken und überwachen – zwei Aufgaben, die eigentlich auch ein Roboter übernehmen könnte. Das sehen zumindest die Ingenieure des kalifornischen Unternehmens Knightscope am Microsoft Silicon Valley Campus so, die derzeit an der Polizeistreife der Zukunft arbeiten.

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Die amerikanische Polizei bewundert ihren neuen Kollegen. Quelle: knightscope.com

Wer aber jetzt Roboter wie im Film iRobot erwartet, wird enttäuscht. Der eiförmige 180 Kilo schwere „Security Robot“ ähnelt keinesfalls uns Menschen und ist auf Rollen unterwegs. Verbrecher verfolgt er nur indirekt. Vielmehr soll der digitale Polizist mit seinen zahlreichen Sensoren und Kameras kriminalitätsgefährdete Gebiete überwachen.

Nachtwächter ohne Langeweile

So wäre ein Einsatz in modernen Einkaufsstraßen und –zentren, öffentlichen Gebäuden oder Schulen denkbar, um das Geschehen um ihn herum zu realisieren, zu speichern und bei Bedarf einen lauten Alarm auszulösen.

Aber auch Nachtwächter in Hallen könnte der Roboter ersetzen, da er ungewöhnliche Geräusche automatisch erkennt und sich der Quelle annähert, um die Lage zu checken.

Wie bei jeder Innovation stellt sich auch hier die Frage: Macht der Roboter seinen Job wirklich so gut wie ein Mensch oder dient er vielmehr als Ergänzung?

 

 

Hier schreibt Wolfgang Emmer für Sie

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