8. Dezember 2014 | pArtikel drucken | kKommentieren
Flexible Arbeitszeiten sind im Trend

Arbeitszeiten: So werden sie sich wandeln

Unternehmen und Mitarbeiter glauben an flexible Arbeitszeitmodelle, bestätigt eine Studie von Cisco. Die Realität sieht derzeit jedoch noch anders aus.

Sie gehen morgens ins Büro und bleiben dort bis 17 Uhr? Das könnte sich laut dem Connected World Technology Report von Cisco bald ändern – zumindest, wenn es nach der Meinung der Arbeitnehmer geht. Für die Studie befragten US-Marktforscher weltweit 3.700 Angestellte und Personalverantwortliche.

Ein Arbeitstag der Zukunft könnte demnach so aussehen: Mitarbeiter gehen z.B. für Kundentermine morgens ins Büro und dann noch gemeinsam mit Kollegen zum Mittagessen. Spontan können sie sich dafür entscheiden, die Pause auf drei Stunden auszudehnen, um zum Beispiel wichtige Einkäufe zu erledigen. Schließlich können sie dann mittels Smartphone und Co. zu Hause weiter arbeiten.

Bei der Studie zeigt sich Deutschland besonders offen für solche neuen Arbeitszeitmodelle: Mehr als die Hälfte der Befragten meint, dass Mitarbeiter in Zukunft gelegentlich von zu Hause aus arbeiten können. Jeder Fünfte sieht sogar eine völlige Unabhängigkeit von Ort und Zeit.

Unternehmen noch zu unflexibel

Cisco Arbeitezeitmodell 2

Traditionelle Arbeitszeiten wird es immer weniger geben. Quelle: http://www.cisco.com/

Zwar gehen dem Report von Cisco zufolge zwei Drittel der Personaler davon aus, dass es im Jahr 2020 in Deutschland keine festen Arbeitszeiten mehr gibt: So glauben 68 Prozent in Deutschland, dass Arbeitnehmer der Generation Y (18- bis 30-Jährige) Arbeit und Freizeit flexibel mischen wollen, weltweit sind es jedoch nur 52 Prozent. Der höhere Wunsch nach Flexibilität trifft bei den Generation-Y-Arbeitnehmern allerdings tatsächlich zu.

Doch aktuell sind feste Arbeitszeiten noch gefordert: Mehr als die Hälfte der Personaler sagt, dass Arbeitnehmer von Montag bis Freitag im Büro sein müssen. Die geäußerten Zukunftsaussichten gehen also noch nicht ganz mit der Realität zusammen.

Oliver Tiszik

Oliver Tuszik, Vice President und Vorsitzender der Geschäftsführung von Cisco Deutschland. Quelle: Cisco.

Oliver Tuszik, Vice President und Vorsitzender der Geschäftsführung von Cisco Deutschland, stellt deshalb fest: „Die kulturelle Entwicklung hinkt bisher der technologischen hinterher: Wir könnten in Deutschland schon sehr viel weiter sein bei den Themen Diversität, Inklusion und bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wenn Arbeitgeber ermöglichen würden, bestimmte Büro-Aufgaben unabhängig von festen Zeiten und Räumlichkeiten zu erledigen.“

Unabdingbar: Technologie

Die Studie belegt, wie grundlegend Technologie die künftige Arbeit prägen wird. Denn erst Geräte, Apps und technische Lösungen ermöglichen neue Arbeitsweisen. Bei Bewerbungsgesprächen sind Arbeitgeber Technologien wie Skypeinterviews gegenüber besonders offen: 50 Prozent sind sogar bereit, auf ein persönliches Kennenlernen zu verzichten.

Cisco Arbeitszeitmodell

Auch Arbeitnehmer gehen davon aus mehr von Zuhause aus zu arbeiten. Quelle: http://www.cisco.com/

Aktuell stehen deutsche Unternehmen aber auch in Sachen Technologie erst in den Startlöchern: Nur jedes zehnte Unternehmen in Deutschland erlaubt allen Mitarbeitern, auch mit Geräten wie eigenen Smartphones den Zugang zu ihrem Netzwerk (weltweit vier von zehn), jedes dritte verbietet dagegen grundsätzlich den geräteunabhängigen Zugriff (weltweit jedes achte). Für die Hälfte der Arbeitnehmer bleibt das Notebook ein bevorzugtes Gerät; vorwiegend mit Smartphones arbeiten möchten nur 17 Prozent der Generation Y und 8 Prozent der Generation X (31- bis 50-Jährige).

„Supertasking“ nicht gefragt

Die deutschen Arbeitnehmer möchten sich eher auf eine Aufgabe konzentrieren. Auch die Personalabteilungen sehen Supertasking kritischer. Fast jeder dritte Personaler befürchtet eine höhere Fehlerwahrscheinlichkeit, fast die Hälfte mehr Burnout-Fälle. Entsprechend glauben drei Viertel, dass auch 2020 Unternehmen die Konzentration auf einzelne Aufgaben mehr schätzen als Multitasking.

Der 2014 Cisco Connected World Technology Report hier erhältlich.

Quelle Header-Bild: Pixabay

Hier schreibt Doris Breitenreuter für Sie

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