16. Januar 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren

Darum setzen vier von fünf Firmenchefs auf Mobilität

Eine Studie belegt, was viele bereits ahnten: Wer auf IT-Mobilität im Unternehmen setzt, wird produktiver. Doch nicht nur das. CANCOM.info gibt die Anleitung für eine erfolgreiche Firmenstrategie für mobiles Arbeiten.

Techconsult ist ein Marktforscher, der in Deutschland dafür bekannt ist, tief in Firmenprozesse hineinblicken zu können. Gemeinsam mit Microsoft startete das Haus nun eine Umfrage unter IT-Managern in 300 deutschen Unternehmen ab 250 PC-Arbeitsplätzen.

Quelle: Techconsult

Mobiles Arbeiten bedeutet für viele Firmen eine Effizienzsteigerung. Quelle: Techconsult.

Dabei ging es um die Frage, wie die Firmenentscheider an das Thema „Enterprise-Mobility“ herantreten. Enterprise Mobility bedeutet per Definitionem, dass ein Unternehmen Mitarbeiter oder gesamte Abteilungen mit mobiler IT ausstattet und entsprechende Anwendungs-, Administrations- und Sicherheitskonzepte mitaufbaut. Übrigens ist es dabei egal, ob Teile der mobilen Gerätelandschaft wie Smartphones oder Tablets von den Mitarbeitern selbst gestellt werden („Bring Your Own Device“) oder von der Firma („Choose Your Own Device).

Mobility lohnt: Wie Techconsult erklärt, berichteten 69 Prozent der IT-Fachbereichsverantwortlichen von deutlichen Effizienzsteigerungen durch die Einführung einer entsprechenden Strategie. Die Mehrheit berichtetet sogar von sinkenden Kosten: Klar, wenn produktiver gearbeitet wird, liegt das auf der Hand.

CANCOM.info gibt Ihnen den Fahrplan für eine erfolgreiche Mobility-Strategie:

1) Mobile Rechner auf dem Siegeszug

Quelle: Techconsult

Leistungsstarke Tablets finden zunehmend im Geschäftsalltag ihren Einsatz. Quelle: Techconsult.

Aktuelle Studien belegen, dass mobile Geräte in Unternehmen auf dem Siegeszug sind. So rechnet etwa der Marktforscher Gartner damit, dass der Absatz von Tablets noch in diesem Jahr erstmals die PC-Verkäufe überholen wird. Für viele Firmenchefs sind aber Tablets immer noch keine „vollwertigen“ Arbeitsgeräte für Mitarbeiter. Diese traditionelle Denke scheint also nicht mehr angebracht.

2) Produktivität entscheidet

Achten Sie bei der Wahl der mobilen Geräte auf Produktivität. Für 87 Prozent der Befragten aus der Techconsult-Studie ist es „sehr wichtig, dass das Betriebssystem des Geräts produktiv einsetzbar ist“. Doch nicht nur die Wahl des Betriebssystems ist entscheidend für die Investition, sondern ebenso die entsprechende Auswahl an Geräten unterschiedlichster Formfaktoren und Preisklassen (68 Prozent).

3) Die Zukunft liegt in einer ganzheitlichen Plattform-Strategie

Die Anschaffung mobiler Geräte genügt nicht, um aus dem mobilen Arbeiten einen echten Wettbewerbsvorteil zu ziehen. Die Mobility-Spezialisten empfehlen daher eine ganzheitliche Plattform-Strategie. Das heißt: Die Geräte werden über ein Mobile Device Management (MDM) zentral von der IT verwaltet, wobei nicht nur die mobile Plattform, sondern auch die Desktop- und Server-Variante vernetzt wird. Alle relevanten Dienste und Anwendungen stehen den Mitarbeitern so an jedem Gerät zur Verfügung und sie finden dieselbe Benutzeroberfläche vor. Die Bedienungsfreundlichkeit steigert die Akzeptanz der Geräte und Firmenanwendungen.

4) MDM sorgt für IT-Sicherheit

Quelle: Techconsult

Mobile Sicherheit ist ein enorme Herausforderung für IT-Abteilungen. Quelle: Techconsult.

Das angesprochene Mobile Device Management sorgt für mehr IT-Sicherheit. Die IT verwaltet alle Geräte zentral und einheitlich um Nutzer, Apps und Daten zu trennen und im Fall von Geräteverlust oder Ausscheiden des Tablet-Besitzers aus dem Unternehmen die betrieblichen Daten ohne Compliance-Probleme zu löschen. Auch die IT-Verwaltbarkeit wird dadurch erleichtert.

5)  Effektive Mobilität braucht passende Hardware und (Universal) Apps

Neben einer einheitlichen Plattform ist auch die Auswahl der richtigen Hardware entscheidend für die Effektivität beim mobilen Arbeiten. Denn Tablet ist nicht gleich Tablet: Während eine Krankenschwester oder ein Lagerarbeiter vielleicht nur ein kleines, portables Gerät benötigt, ist für einen Vertriebler möglicherweise ein größeres, Notebook-ähnliches 2-in-1 Device geeigneter.

6)  Smartphones sollten „Enterprise ready” sein

Smartphones sind die wichtigsten mobilen Geräte im Geschäftsalltag. Die Geräte müssen daher mit dem MDM kompatibel sein und die einheitlichen Firmenanwendungen unterstützen. Nur wenn die Smartphones entsprechend konfigurierbar sind, können sie in den Gerätepool aufgenommen werden. Dazu bietet beispielsweise Microsoft umfassende Funktionen im Bereich Mobile Device Management für Windows Phone 8.1 Geräte an.

7) Mobile Technologien ermöglichen „New World of Work”
Unternehmen stehen heute einer Vielzahl von Veränderungen gegenüber: Mobiles und flexibles Arbeiten, die Auflösung traditioneller Organisationsstrukturen sowie daraus resultierende, völlig neue Beschäftigungsformen. Jetzt ist die Chance, sich dem Trend anzuschließen, den Mitarbeitern mehr Freiräume zu bieten und damit ihre Produktivität und Kreativität zu fördern. Arbeiten die Mitarbeiter auch von Zuhause aus, sparen Sie nicht nur Kosten, sondern steigern so die Effizienz.

8) Work-Life-Balance durch Mobiles Arbeiten

Nicht nur Unternehmen profitieren vom flexiblen Einsatz ihrer Mitarbeiter, der durch die mobilen Technologien möglich wird. Wie CANCOM.info berichtete, wünschen sich Arbeitnehmer flexiblere Arbeitszeiten. Wer seine Arbeitszeiten selbst managt, kann durchaus Zeit sparen und die Arbeit dem eigenen Lebens- und Tagesplan besser anpassen – so ist das Prinzip der Work-Life-Balance eher zu verfolgen, als mit einem nine-to-five-Job, der heute eh kaum noch der Arbeitsrealität Rechnung trägt.

9) Einheitliche Verwaltbarkeit auch bei Endgeräte- und Service-Vielfalt
Der BYOD-Trend verursacht eine Endgeräte-Vielfalt in Unternehmen. Das stellt IT-Verwaltungen vor große Herausforderungen: Sie müssen Plattformen unterschiedlicher Hersteller richtlinienkonform und einheitlich managen sowie für eine ausreichende Sicherheit sorgen. Besonders umfangreiche Businesslösungen, wie die Enterprise Mobility Suite von Microsoft, gehen über ein einfaches MDM hinaus. Nicht nur Geräte werden verwaltet, sondern auch die Identitäten der Benutzer und die Zugänge zu den Cloudanwendungen. Mitarbeiter nutzen so ihre eigenen gewohnten Geräte und haben trotzdem den vollen Zugriff.

Fazit

Analysten von IDC beobachten, dass die IT-Industrie mitten im Wandel zur „dritten Plattform“ steckt. Den Begriff hat Microsoft geprägt und fasst darunter mobile Technologie, Cloud-Dienste, Big Data und soziale Netzwerke zusammen. Es lässt sich vermuten, dass die Wettbewerbsfähigkeit von Firmen auch stark davon abhängt, wie sie sich auf den Wandel vorbereiten. Die Mobilitätsstrategie ist dabei ein entscheidender Teil des Erfolgs.

Mehr zum Thema Enterprise Mobility finden Sie im Whitepaper und der Studie von Techconsult.

Quelle Headerbild: Pixabay.

Hier schreibt Doris Breitenreuter für Sie

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