19. Januar 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren
So gelingt das Digital-Business

Hat der IT-Chef ausgedient?

Für den erfolgreichen Wandel zum Digital Business brauchen Unternehmen nicht nur neue Technologien. IT und Management müssen Hand in Hand gehen. In vielen Unternehmen ist daher – neben dem IT-Chef – eine neue Management-Position nötig: die des Chief Digital Officer (CDO).

Statt den Wareneinkauf per Fax zu erledigen, Briefe zu schreiben oder Kataloge zu drucken, gibt es inzwischen digitale Wege, um die Arbeitsschritte deutlich effektiver zu machen. Genau das versteht man unter dem Stichwort „Digitale Transformation“. So lassen sich alle Workflows und Firmenbereiche mit moderner IT inhaltlich neu strukturieren. Dazu kommen stets IT-Innovationen in den Feldern Mobile Business, Social Media, virtuellem Warenmanagement und Marketing. Wie CANCOM.info berichtet, drehen sich in der Tat die großen IT-Themen für 2015 um digitale Innovationen von Wireless Data, mobilen Geräten und Apps bis hin zu Cloud-Diensten und Big Data-Analysen.

Es genügt allerdings nicht, neue Technologien einfach nur anzuschaffen. Da die Digitale Transformation für bessere Workflows und Unternehmenswachstum sorgen soll, werden von der IT Flexibilität und Kenntnisse des gesamten Business gefordert. Wie reagieren Unternehmen darauf?

Gartner prognostizierte schon vor einigen Jahren, dass bereits 2015 rund 25 Prozent der Unternehmen einen eigenen CDO haben werden. Auch wenn diese Zahlen aktuell noch nicht erreicht sind: Der CDO als Manager, der die Digitale Transformation verwaltet, wird in Zukunft immer wichtiger werden. Wir erklären, warum das so ist und wie Firmen von einem CDO profitieren können.

In seiner Rolle vermittelt der CDO zwischen den Fachbereichen und dem C-Level einer Firma. Statt klassische Aufgaben eines IT-Managers zu übernehmen, setzt sich der CDO intensiv mit den Unternehmensabläufen und dem Zusammenspiel der Abteilungen auseinander. Zwar stehen IT-Anschaffungen im Fokus (und dabei auch Aspekte wie Sicherheit, Datenschutz, ROI, Migrationsaufwand, Schnittstellenstärke und mehr), doch geht es eher darum, einzelnen Mitarbeitern und Abteilungen praktische und moderne Instrumente an die Hand zu geben, als um die IT als Selbstzweck. Auch die Überwachung des Wandels der Belegschaft auf dem Weg zu vernetzten Information-Workern gehört zu seinem Aufgabenbereich.

CEOs sehen Bedeutung von IT

Schon für das Jahr 2014 prognostizierten die Marktforscher von Capgemini, dass der CIO immer unwichtiger werde. Der reine IT-Experte ist immer weniger gefragt, denn die Position fordert nicht nur hervorragende Kenntnisse der digitalen Innovationen, sondern auch, sich mit dem allgemeinen Management auseinanderzusetzen. Immer mehr CIOs arbeiten daher heute schon als CDOs oder werden in Zukunft ihre Position dahingehend verändern.

Ein Grund dafür ist das gestiegene Interesse der Geschäftsführungsebene für IT-Themen. 61 Prozent der Unternehmen haben häufiger IT-Themen auf Geschäftsführungsebene oder im Vorstand als in den Jahren zuvor. Das zeigt die Studie von Capgemini, für die 141 IT-Verantwortliche aus Großunternehmen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz befragt wurden.

Für mehr als jeden fünften CIO hat sich dadurch die Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung verbessert. Der Wissenszuwachs im Top-Management hat allerdings zur Folge, dass jetzt weniger CIOs an allen Sitzungen des Management Boards teilnehmen. Das widerspricht indes  der Idee und der Notwendigkeit, IT und Business besser zu vernetzen.

IT-Abteilungen sind nicht agil genug

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Der IT-Chef arbeitet in Zukunft nicht mehr isoliert, sondern zusammen mit dem Management. Quelle: Pixabay.

Nicht nur die Geschäftsführung, sondern auch die Fachabteilungen sind immer mehr von der IT abhängig. Anwendungen müssen schnell entwickelt sowie angepasst werden, und zwar ohne Qualitätseinbußen. Diese Art von Agilität beherrschen derzeit aber nur 19 Prozent der Stichprobe, während 37 Prozent noch ganz am Anfang stehen.

Die Studie von Capgemini hebt außerdem dieses Problem hervor: Die Funktionalitäten der IT-Landschaft gehen an den Bedürfnissen der Anwender vorbei und sie verfehlen die vereinbarten Service Level. Darüber hinaus haben sie Schwierigkeiten, mit den Veränderungen am Markt Schritt zu halten.

In solchen Fällen sollten Unternehmer darüber nachdenken, das Aufgabenfeld des CIO zu erweitern oder einen CDO anzustellen. Da die IT in Unternehmen zu wichtig ist, wird diese Aufgabe schnell zum Full-Time-Job, den ein Vorstand kaum nebenher mit übernehmen kann. Der CDO kennt sich nicht nur mit digitalen Innovationen aus, sondern arbeitet eng mit dem Management zusammen und beurteilt die IT anhand ihres Erfolgs für das Business.

Aufgaben eine CDOs auf einen Blick:

 Der CDO setzt sich mit jedem Unternehmensprozess auseinander und fragt, ob es Technologien gibt, die diesen effizienter gestalten können.

Die IT ist mittlerweile Teil der Wirtschaftsstrategie, die der CDO voranbringt. Schließlich können mittels IT neue Geschäfts- und Verkaufsfelder erschlossen werden.

Der CDO vereinheitlicht das Datenmanagement, beispielsweise die Erfassung von Kundendaten und Kundenservices. Der digitale Experte sucht Strategien, um durch Datenanalyse Verkaufzahlen zu steigern und Organisationsprozesse zu optimieren.

Die Schulung der Mitarbeiter wird ebenfalls durch den CDO übernommen, damit sie lernen, Werkzeuge entsprechend zu nutzen,  Daten zu analysieren, zu verstehen und neue Erkenntnisse umzusetzen.

Hier finden Sie den Link zur Studie.

Quelle Headerbild: Lizenz erworben von Evernine.

Hier schreibt Hannes Beierlein für Sie

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