15. Januar 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren
Digitale Transformation im Healthcare-Bereich

Patientenakten werden digital

Ärzte und Pflegepersonal in Akutkrankenhäusern stehen heute vor der Herausforderung, die Dokumentation von Leistungen detailliert und gleichzeitig kostengünstig zu bewältigen. Mobile elektronische Lösungen versprechen Abhilfe, da die Dokumentation dort durchgeführt werden kann, wo Sie auch vornehmlich anfällt: am Patientenbett.

Elektronische Patientenakten werden nur akzeptiert, wenn sie genauso handzuhaben sind wie die traditionellen Papierunterlagen. Die branchenspezifische Allround-Lösung VIPER von CANCOM DIDAS hält sich an diese Vorgabe.

VIPER deckt das komplette Spektrum ab: CANCOM DIDAS liefert alle Komponenten aus einer Hand. Die Bandbreite reicht von der IT-Infrastruktur mit Kommunikationsservern und WLAN bis hin zum mobilen Eingabekonzept. VIPER als Paradebeispiel für die Digitale Transformation im Krankenhaus-Umfeld.

Herzstück von VIPER ist die Applikation VMobil aus dem Hause Advanova. Dieses Unternehmen wurde vom Arzt und Informatiker Dr. Frank Hemer und Wirtschaftsinformatiker Bastian Bleisinger als Spin-off der Universität Erlangen-Nürnberg gegründet.

Flauaus

Steven Flauaus, Leiter Mobility Solutions bei CANCOM DIDAS

„Eine Patientenakte besteht auf einer Normalstation aus rund 50 Seiten. Dieses Volumen kann aber auf über 100 Seiten anwachsen, je nach Diagnose und Behandlungsumfang“, erklärt Steven Flauaus, Leiter Mobility Solutions bei CANCOM DIDAS. Die Akte, die alle ärztlichen und pflegerischen Leistungen enthält, ist dann oft nicht greifbar – beispielsweise weil der Arzt sie bei der Visite dabei hat oder sie für weiterführende Dokumentationen im Arztzimmer auf dem Schreibtisch liegt. Mit VMobil dagegen wird diese papiergebundene Dokumentation in die digitale Welt übertragen und somit allen beteiligten Fachabteilungen gleichzeitig zur Verfügung gestellt.

Basis ist ein ganz pragmatischer Ansatz

VIPER_ScreenshotIm Einsatz ist die Lösung bereits seit 2008 an der Universitätsklinik Erlangen. Doch immer mehr Akutkliniken interessieren sich dafür, testen sie im Pilotbetrieb und rollen sie aus, erklärt Flauaus. Denn das Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu den meisten anderen mobilen Systemen für Krankenhäuser ist die praxisorientierte Herangehensweise.

„Dr. Hemer von Advanova verfolgte bei der Entwicklung der Software einen pragmatischen Ansatz. Denn er kennt den Klinikalltag in und auswendig“, so Flauaus. Maximale Bedienerfreundlichkeit steht deshalb im Fokus der Anwendung, die auf eine Eingabe per Stift, analog zur typischen Arbeitsweise, optimiert ist.

„Ärzte und Pflegepersonal arbeiten damit beim Patienten genau so schnell wie mit Kugelschreiber und Papier. Und visuell ist Vmobil sehr stark an die Patientenakte auf Papier angelehnt, deshalb fällt die Umstellung auf digitales Arbeiten sehr einfach“, erklärt der Healthcare-Spezialist.

Durch ein neues Modul ist der Pflegeprozess nun auch direkt in die Patientenkurve integriert. So kann die Maßnahmenplanung und –dokumentation flexibel und individuell ohne Medienbrüche an den Gesundheitszustand des Patienten angepasst werden.

Ein wesentlicher Zeitgewinn ergibt sich auch bei den nachgelagerten Prozessen. Denn die Dokumentation steht immer, überall und auf dem aktuellen Stand zur Verfügung. „Damit werden viele Problemfelder innerhalb der Dokumentationsprozesse entschärft und die gesamte Arbeitsqualität signifikant verbessert.“

Außerdem werden Materialkosten durch die Substitution der papiergebundenen Patientenkurve stark reduziert, Doppeldokumentationen sowie das händische Sortieren, Kopieren und Archivieren entfallen.

Einige Vorteile im Einzelnen

Ärzte und Pflegepersonal verfügen mit VIPER nicht nur über eindeutige, lesbare und nachvollziehbare Informationen, sondern auch über die Anzeige von Befunden, Werten und weiteren Informationen, beispielsweise aus dem Labor. Zudem lassen sich Fehlerquellen, unter anderem bei der Verordnung und der Gabe von Medikamenten verhindern. Ferner können mit Vmobil Berichte über Verlegungen oder Überleitungen erstellt werden.

VIPER_1Auch die Klinikleitung profitiert, denn sie verfügt über juristisch nachvollziehbare, lesbare und eindeutige Berichte. „Dem medizinischen Dienst der Krankenkassen beispielsweise werden sofort die passenden Unterlagen bereit gestellt“, erklärt Flauaus. Ebenso kann das Controlling bei der Kostenträgerbetrachtung auf Normalstationen mit wichtigen Daten unterstützt werden.

Die Module der Komplettlösung

VIPER ist weit mehr als die Applikation VMobil. CANCOM DIDAS wird mit der modularen Gesamtlösung allen relevanten Aspekten der mobilen elektronischen Dokumentation in der kundenspezifischen IT-Umgebung gerecht.

So beinhaltet das Modul „Eingabegeräte“ die Warenkorbpflege, sodass stets die passenden Geräte zur Lösungsumgebung zur Verfügung stehen.

Im Modul „Workplace Services“ werden Leistungen rund um das Management der Endgeräte definiert. Dies beinhaltet beispielsweise das Mobile Device Management, die Paketierung oder das Change Management.

Mit dem Modul „Infrastruktur“ werden Auf- und Ausbau der notwendigen Kommunikationsinfrastruktur wie WLAN abgedeckt. Das Eingabe- und Sicherheitskonzept definiert alle relevanten Aspekte der Nutzungsumgebung wie das Identity & Access Management. Es sorgt dafür, dass Eintragungen nachvollziehbar, sicher und transparent sind. „Ein wichtiger Punkt im Umfeld vertraulicher Patientendaten, die auch nicht lokal auf die Endgeräte abgelegt werden, sondern nur im Arbeitsspeicher“, so Flauaus.

Die Bereiche Implementierung und Betrieb werden individuell entsprechend der gewählten Module und SLAs zusammengestellt. Per Schnittstellen kommuniziert VIPER, je nach Integrationstiefe, bidirektional mit einem vorhandenen Krankenhaus-Informationssystem (KIS).

Selbstverständlich gibt es auch Funktionen, die Ausfallszenarien entgegen wirken, zum Beispiel die Möglichkeit, zeitlich begrenzt offline weiter zu dokumentieren oder automatisierte Ablagen eines Tagesberichtes in das digitale Archiv. Und da VIPER kontinuierlich gewachsen ist und verbessert wurde, seien auch „keine Kinderkrankheiten mehr vorhanden“, sagt Flauaus.

Quelle Header-Bild: H.D.Volz/pixelio.de

Hier schreibt Heide Witte für Sie

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