7. Januar 2015 | pArtikel drucken | kKommentieren
B2B-Shops gewinnen an Bedeutung

Onlinehändler: Werden Sie innovativ!

Innovationen und Wachstum kennzeichnen den Online-Handel. Vom Boom des E-Commerce profitiert aber auch der stationäre Handel.

E-Commerce wird auch 2015 zu einem der schnelllebigsten ITK-Sektoren gehören. Kaum ein anderer verändert sich so schnell. Gutes Beispiel ist der Kaufbutton bei Twitter, mit dem – wie CANCOM.info bereits berichtete – User direkt per Klick aus einem Tweet heraus Produkte kaufen können. Hier sind sich aber die Experten nicht sicher, ob er morgen überhaupt noch existiert oder ganz im Gegenteil, sogar zum lukrativen Feature für die E-Shop-Betreiber selbst und auch Twitter wird. Es wird viel ausprobiert und was 2014 noch innovativ war, ist entweder heute schon Standard oder in ein paar Monaten überholt.

Und dieser Trend wird weitergehen: Mittlerweile kaufen 42 Prozent der deutschen Internetnutzer laut einer aktuellen BITKOM-Studie sogar mehrmals im Monat Waren über das Netz.

Unternehmen, die beim Online-Vertrieb nicht den Anschluss verlieren möchten, müssen dementsprechend flexibel auf Innovationen reagieren. CANCOM.info fasst die interessantesten Trends zusammen:

Omni-Channel

Wo erreichen Anbieter heute den Kunden? Überall! Sie sehen beim Shoppen in der Stadt eine Hose, doch leider ist sie nur in der falschen Größe vorhanden. Keine Seltenheit. Viele zücken noch vor Ort das Smartphone und schauen im Online-Shop nach einer passenden Ausführung.

Die Grenzen zwischen stationärem und Onlinehandel verschwimmen. Kunden fragen Produkte über verschiedene Vertriebskanäle nach – oft sogar zeitgleich. Umso wichtiger wird es, diese Kanäle zu vernetzen und passgenau aufeinander abzustimmen. Dienstleister helfen, diese Brücke zu schlagen. Mit dem ersten begehbaren E-Commerceshop zeigt CANCOM, wie der Point of Sale der Zukunft aussieht. Stationäre Händler erhalten hier alle Möglichkeiten, die bislang nur Online-Shops vorbehalten waren.

Mobile Shopping

Viele Käufen setzen sich heute nicht einmal mehr an den heimischen Rechner. Sie nutzen unterwegs Wartezeiten, um bequem via Smartphone einzukaufen. 2015 sollen schon mehr als die Hälfte aller E-Commerce-Transaktionen mobil getätigt werden, wie Marktbeobachter konstatieren. Von diesem Trend können nicht nur Online-Händler, sondern auch der stationäre Handel profitieren.

Mit WLAN ausgestattete Läden bieten ihren Kunden einen echten Mehrwert. Anbieter ermöglichen es so, Waren via Smartphone zu scannen und bequem online den Kauf abzuschließen. Gleichzeitig bringen sie zusätzliche Coupons oder Content mit Vorschlägen auf die Smartphones ihrer potentiellen Verbraucher.

Was man online kauft

Diese Produkte fragen Kunden online am häufigsten online nach. Quelle: BITKOM

B2B gewinnt an Bedeutung

Bisher bestimmte vor allem der Consumer-Markt die Trends im E-Commerce. Doch der B2B-Sektor wird zunehmend wichtiger. So entstehen immer mehr Beschaffungsportale und B2B-Shops, die komplexe Produkte und Dienstleistungen auch für Unternehmen online bereitstellen. Anbieter, die hier schnell an die Standards anknüpfen, die bereits der B2C-“Vorreiter“-Bereich gesetzt hat, verbessern ihre Chancen, ganz vorne mitzuspielen. Mandantenfähige Online-Shops ermöglichen es Betreibern, sich nicht nur an den Consumer-Markt zu wenden, sondern mithilfe spezieller Dienstleister verschiedenen Unternehmen individuelle Produktpaletten mit eigenen Preisen anzubieten.

Business Intelligence

E-Commerce sammelt eine Menge an Daten. Informationen, die einem Anbieter helfen, die Wünsche seiner Kunden kennenzulernen. Spezielle Tools, die diese Daten auswerten und strukturiert in Echtzeit bereitstellen, ermöglichen es Unternehmen, die aktuellen Anforderungen des Kunden besser einzuschätzen. Entsprechend zeitnah können sie agieren und bestimmte Produkte und Dienstleitungen anbieten. Hier lässt sich auch hervorragend die Brücke zu Social Media schlagen – etwa über Auswertungen, welche Produkte gerade im Web gefragt sind oder sich guter Bewertungen im Sozialen Web erfreuen.

Quelle Header-Bild: BITKOM

Hier schreibt Wolfgang Emmer für Sie

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